Energetische Sanierungen sind zur Erreichung der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung von zentraler Bedeutung. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob sich die Sanierungen wirtschaftlich realisieren lassen und ob die Sanierungsaktivitäten auch ohne Förderungen eine Eigendynamik entwickeln. Eine Auswertung von 1.300 Sanierungsobjekten zeigt, dass Mieterhöhungen und Anfangsrenditen nicht allein von der Art und dem Umfang einer Sanierung abhängen, sondern auch von der Marktlage und dem Alter der Gebäude. Dagegen lassen sich keine signifikanten regionalen und raumstrukturellen Unterschiede bei der Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen erkennen. Auch zwischen den Vermietergruppen zeigen sich nur geringe Unterschiede. Eindeutig fallen die Ergebnisse bei den Motiven aus: Werden Sanierungen aus finanziellen Gründen durchgeführt, werden die Mieten eher stärker angehoben. Umgekehrt verhält es sich, wenn die Investitionen langfristig aufgrund geringerer Energiekosten als lohnend eingeschätzt werden.

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Mietrechtsreform
iwd, Nr. 11 vom 16. März 2011

Mietrechtsreform Energetische Sanierung muss sich rechnenArrow

Die Bundesregierung will bis zum Herbst einen Entwurf für ein neues Mietrecht vorlegen – nicht zuletzt, um die energetische Sanierung der 18 Millionen Wohnimmobilien in Deutschland voranzutreiben. mehr

Niedrigzinsen, Wohneigentum und Sozialpolitik
Gastbeitrag, 26. Januar 2016

Michael Voigtländer auf Ökonomenstimme und in der Neuen Zürcher Zeitung Niedrigzinsen, Wohneigentum und SozialpolitikArrow

In der Diskussion um bezahlbares Wohnen in Deutschland fokussiert sich die Politik fast ausschließlich auf den Mietwohnungsneubau. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase sollte jedoch auch die Wohneigentumsbildung berücksichtigt werden, schreibt IW-Ökonom Michael Voigtländer auf dem Blog Ökonomenstimme. mehr