Energetische Sanierungen sind zur Erreichung der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung von zentraler Bedeutung. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob sich die Sanierungen wirtschaftlich realisieren lassen und ob die Sanierungsaktivitäten auch ohne Förderungen eine Eigendynamik entwickeln. Eine Auswertung von 1.300 Sanierungsobjekten zeigt, dass Mieterhöhungen und Anfangsrenditen nicht allein von der Art und dem Umfang einer Sanierung abhängen, sondern auch von der Marktlage und dem Alter der Gebäude. Dagegen lassen sich keine signifikanten regionalen und raumstrukturellen Unterschiede bei der Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen erkennen. Auch zwischen den Vermietergruppen zeigen sich nur geringe Unterschiede. Eindeutig fallen die Ergebnisse bei den Motiven aus: Werden Sanierungen aus finanziellen Gründen durchgeführt, werden die Mieten eher stärker angehoben. Umgekehrt verhält es sich, wenn die Investitionen langfristig aufgrund geringerer Energiekosten als lohnend eingeschätzt werden.

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

Mietrechtsreform
iwd, Nr. 11 vom 16. März 2011

Mietrechtsreform Energetische Sanierung muss sich rechnenArrow

Die Bundesregierung will bis zum Herbst einen Entwurf für ein neues Mietrecht vorlegen – nicht zuletzt, um die energetische Sanierung der 18 Millionen Wohnimmobilien in Deutschland voranzutreiben. mehr

Mietstopp in NRW?
IW-Nachrichten, 23. Juni 2015

Mietpreisbremse Mietstopp in NRW?Arrow

Heute will das Landeskabinett beschließen, wo in NRW die Mietpreisbremse der Bundesregierung gilt. Rund 20 Kommunen stehen dafür auf dem Prüfstand. Doch das eigentliche Problem – dass es schlichtweg zu wenige Wohnungen gibt – wird damit nicht gelöst. Schlimmer noch: Nach Analysen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) wird die Mietpreisbremse den meisten Mietern langfristig mehr schaden als nützen. mehr