Nach der Stagnation im Winterhalbjahr 2011/2012 ist die deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs. Die weltwirtschaftlichen Perspektiven, die sich im vergangenen Jahr infolge der möglichen Beeinträchtigungen durch die Staatsschuldenkrisen merklich verschlechterten, haben sich wieder aufgehellt. Das wird den deutschen Außenhandel im Verlauf des Prognosezeitraums begünstigen. Gleichwohl wird der Außenbeitrag das Wirtschaftswachstum nicht mehr beeinflussen. Der Private Konsum und die Investitionstätigkeit im Inland treiben dagegen das Wachstum an. Die Konsumdynamik wird einerseits von der Preisentwicklung deutlich geschwächt. Andererseits lässt die anhaltend positive Arbeitsmarktentwicklung den Privaten Verbrauch insgesamt in den Jahren 2012 und 2013 um jeweils rund 1 Prozent expandieren. Die Arbeitslosigkeit geht im Jahresdurchschnitt 2013 auf 2,6 Millionen Personen zurück. Die Anzahl der Erwerbstätigen steigt gleichzeitig auf ein Rekordniveau von knapp 42 Millionen an. Die wieder anziehende Konjunktur fördert auch die Rückführung des Staatsdefizits. Im Jahr 2012 wird es sich in Deutschland auf 1 Prozent und im kommenden Jahr auf ½ Prozent des BIP belaufen. Die Konsolidierungsbemühungen dürfen damit aber nicht erlahmen.

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IW-Konjunkturampel
IW-Pressemitteilung, 15. September 2016

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Auf den ersten Blick erscheint die deutsche Wirtschaft noch robust: In den ersten sechs Monaten 2016 ist sie noch gewachsen. Doch der Ausblick verdüstert sich, zeigt die Konjunkturampel des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Ausgerechnet die Industrie macht Sorgen. mehr

Konjunktur
IW-Nachricht, 12. August 2016

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Die deutsche Konjunktur zeigt sich in der ersten Jahreshälfte 2016 erstaunlich robust. Hierbei hat sich der Außenhandel insbesondere im zweiten Quartal als Konjunkturstütze erwiesen. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung werden Waren made in Germany in Süd- und Osteuropa wieder vermehrt nachgefragt. Doch fehlende Investitionen sind Grund zur Sorge. mehr

Michael Hüther in der Saarbrücker Zeitung
Interview, 1. Juli 2016

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IW-Direktor Michael Hüther erwartet, dass der Brexit das Wachstum im EU-Raum dämpfen wird – und erklärt, wer von einem Austritt der Briten aus der Europäischen Union profitieren könnte. mehr