Der Reaktorunfall in Japan im März 2011 hat die Diskussion in Deutschland um die Risiken der Kernenergie und die weitere Nutzung erneut entfacht. Nachdem mit dem Energiekonzept der Bundesregierung 2010 eine Verlängerung der Laufzeiten beschlossen wurde, verhängte die Regierung nach dem japanischen Unglück zunächst ein Moratorium von drei Monaten, und sie hat im Juni den Ausstieg aus der Kernkraft bis zum Jahr 2022 beschlossen. Dieser beschleunigte Ausstieg ist mit erheblichen wirtschaftlichen Konsequenzen verbunden. Erneuerbare Energien können die wegfallenden Kapazitäten kurz- und mittelfristig nicht ersetzen. Kurzfristig können in Deutschland nur Gas- und Kohlekraftwerke verstärkt genutzt werden. Dadurch erhöhen sich die Kosten der Stromerzeugung um rund 55 Milliarden Euro. Fast 90 Prozent der Umweltexperten der deutschen Wirtschaft rechnen mit höheren Strompreisen als Folge der verkürzten Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke.

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Energiekosten
IW-Nachricht, 20. Mai 2016

Energiekosten Industrie bleibt benachteiligtArrow

Die Energiekosten für die deutsche Industrie sind gesunken, wie DIW und Ökoinstitut mit einem Kostenindex nachweisen. Überraschend ist das nicht, allein der Ölpreis ist in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken. Doch davon profitieren nicht nur deutsche Unternehmen, sondern auch die Wettbewerber im Ausland. mehr

EU-Kommission zur Kernkraft
IW-Nachricht, 17. Mai 2016

EU-Kommission zur Kernkraft Augen verschließen macht keinen SinnArrow

Laut Medienberichten macht sich die EU-Kommission dafür stark, neue Reaktortechnologien zu entwickeln. Der Gedanke dahinter ist sinnvoll: Wenn Kernkraft in den nächsten Jahrzehnten wichtig bleibt, muss Europa die Rahmenbedingungen aktiv mitgestalten. mehr

Energiewende
IW-Pressemitteilung, 10. März 2016

Energiewende Zwischenbilanz mit Licht und SchattenArrow

Fünf Jahre nach dem Reaktorunglück von Fukushima ist die Energiewende in Deutschland nur teilweise auf dem richtigen Weg. Das zeigt eine Zwischenbilanz des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr