Die europäische Integration, die in den 1950er Jahren einsetzte, zielt auch darauf ab, die Wirtschaftskraft der teilnehmenden Volkswirtschaften anzugleichen. In den vergangenen sechs Dekaden zeigte sich insgesamt eine absolute und relative Erhöhung der Pro-Kopf-Einkommen der zuvor ärmeren Länder. Der Konvergenzprozess verlief in den einzelnen Ländern jedoch nicht gleichmäßig und auch nicht durchgehend. Vor allem infolge der Wirtschaftskrise, die im Jahr 2008 einsetzte, kehrte sich die Konvergenz in eine Divergenz um. Die südeuropäischen Krisenländer fielen zuletzt deutlich zurück. Auch in der nahen Zukunft ist nicht mit einer wieder einsetzenden Konvergenz zu rechnen. Wirtschaftspolitische Reformen in den einzelnen Ländern sind notwendig, um Europa wirtschaftlich wieder näher zusammenzuführen. Auch die EU kann mit ihren Instrumenten einen wichtigen Beitrag leisten.

IW-Trends

Henry Goecke: Europa driftet auseinander – Ist dies das Ende der realwirt-schaftlichen Konvergenz?

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The Economic Effects of a Brexit on the UK
Gastbeitrag, 25. August 2016

Jürgen Matthes and Berthold Busch in European Financial Review The Economic Effects of a Brexit on the UKArrow

The results of a plethora of studies on the likely economic impact of a Brexit on the UK are rather confusing. In this article, IW economists Jürgen Matthes and Berthold Busch challenge the mainstream view and argue that the risks of a Brexit are likely to be underestimated. mehr