Im Zeitraum 1998 bis 2008 war ein merklicher Anstieg der Einkommensungleichheit in Deutschland zu beobachten. Der Gini-Koeffizient auf Basis des Nettoäquivalenzeinkommens stieg um insgesamt 15 Prozent an, wobei die Ungleichheit nach dem Jahr 2005 nicht weiter zunahm. Beim Konzept des Äquivalenzeinkommens wird unterstellt, dass Einkommensunterschiede innerhalb eines Haushalts ausgeglichen werden. Die Ausgleichswirkung ist umso stärker, je unterschiedlicher die individuellen Einkommen der einzelnen Haushaltsmitglieder sind. Diese haushaltsinternen Unterschiede haben jedoch merklich abgenommen. Eine Analyse von Paarhaushalten ergibt, dass vor allem die Kombination von niedrigen Einkommen beider Partner deutlich häufiger vorkommt als zuvor. Beim Erwerbsverhalten zeigt sich, dass die Kombination von Vollzeittätigkeit und Nicht-Erwerbstätigkeit, die zu Einkommensunterschieden innerhalb eines Haushalts führt, deutlich an Gewicht verloren hat. Durch zunehmend homogame Partnerschaften, die sich durch ähnliche Ausbildung, Erwerbsneigung und Einkommen auszeichnen, nimmt die Ungleichheit innerhalb der Haushalte ab und zwischen den Haushalten zu.

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

20. Februar 2017

Einkommensverteilung „Es geht uns heute deutlich besser als früher“Arrow

Mit seinem 2016 veröffentlichten Buch „Armut in Deutschland“ hat Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands, für Furore gesorgt. Der 64-jährige Volkswirt setzt sich für Hilfen ein, die Arme wirklich erreichen. Den Meldungen über die vermeintlich bedrohte Mittelschicht tritt er vehement entgegen. mehr auf iwd.de

16. Februar 2017

Einkommensverteilung Die Vermessung der MitteArrow

Die Mittelschicht erodiert, lautet eine These in der aktuellen Verteilungsdiskussion. Doch so pauschal stimmt das nicht, hat das IW Köln in einer Studie herausgefunden. Allerdings erreichen bestimmte Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit die Mitte als andere. mehr auf iwd.de