Die Arbeitskosten je vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe stiegen im Jahr 2012 in Westdeutschland um 2,9 Prozent und in Ostdeutschland um 3,5 Prozent. Damit war die Kostendynamik in den alten Bundesländern weit schwächer als in den Jahren zuvor. Dieser Unterschied relativiert sich aber dadurch stark, dass die Arbeitszeit in den Jahren 2010 und 2011 auf das Vorkrisenniveau zurückgeführt wurde. Mit einem Kostenniveau von 40.540 Euro hat das ostdeutsche Produzierende Gewerbe weiterhin einen Kostenvorteil von rund einem Drittel gegenüber dem westdeutschen (61.200 Euro). Im Dienstleistungsbereich zeigt sich eine große Spanne zwischen den Sektoren Verkehr (43.980 Euro) und Handel (46.210 Euro) einerseits und den Finanzdienstleistern (78.420 Euro) andererseits. Auch bei den Unternehmensdienstleistungen ergibt sich trotz des Kostenrückgangs im Jahr 2012 mit 61.860 Euro ein etwas höheres Kostenniveau als im Produzierenden Gewerbe.

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IW-Kurzbericht, 13. Februar 2017

Jochen Pimpertz Kosten der Entgeltfortzahlung – beschränktes PräventionspotenzialArrow

Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steigen seit Jahren ungebremst. Durch medizinische Prävention lässt sich aber nur ein kleiner Teil dieser Kosten vermeiden. Denn der Anstieg ist nicht allein auf das Erkrankungsrisiko zurückzuführen, sondern auch auf die günstige Beschäftigungsentwicklung und die steigenden Bruttoentgelte. mehr

IW-Trends, 19. Januar 2017

Christoph Schröder Lohnstückkosten im internationalen VergleichArrow

Das Lohnstückkostenniveau des deutschen Verarbeitenden Gewerbes ist nach wie vor hoch. Im Durchschnitt lagen die Lohnstückkosten in den ausgewählten Vergleichsländern im Jahr 2015 um 11 Prozent unter dem deutschen Niveau. Der Euroraum hatte mit 4 Prozent nur einen moderaten Vorteil gegenüber Deutschland. mehr