Beschäftigtenbefragungen zeigen unisono: Der Anteil der Beschäftigten, die mit ihrer Arbeit zufrieden sind, liegt in Deutschland seit Jahren mit Zustimmungswerten von rund 90 Prozent auf einem konstant hohen Niveau, auch im internationalen Vergleich. Die Analyse des European Working Conditions Survey offenbart erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern, welche Arbeitsplatzmerkmale für die Arbeitszufriedenheit relevant sind. Zeitdruck und Stress wirken sich hierzulande kaum auf das Ausmaß der Arbeitszufriedenheit aus. 85 Prozent der Beschäftigten, die in hohem Tempo arbeiten müssen und zugleich Stress empfinden, sind gleichwohl mit ihrer Arbeit zufrieden. Dagegen gehen eine schwache Unterstützung und eine fehlende Konfliktfähigkeit seitens der Führungskraft mit signifikant geringeren Zufriedenheitswerten einher. Doch sind hier weiterhin noch rund sieben von zehn Arbeitnehmern mit ihrer Arbeit zufrieden. Auch der Lohn und die Karrierechancen spielen eine Rolle. Allerdings fällt der Einfluss auf den Anteil der Arbeitszufriedenheit ebenfalls überraschend schwach aus. Von den Beschäftigten, die mit ihrer Vergütung unzufrieden sind, sind 82 Prozent mit ihrer Arbeit zufrieden. Nimmt man daher die Arbeitszufriedenheit als Gradmesser für die Qualität der Arbeit, wie sie die Beschäftigten selber wahrnehmen, stehen die Befragungsergebnisse im markanten Kontrast zum stellenweise in der Öffentlichkeit verbreiteten Bild einer strukturellen Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.

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Lebenszufriedenheit und Einkommen
IW-Kurzbericht, Nr. 53 vom 25. August 2016

Marie Möller Glücklich, glücklicher, HamburgArrow

Die Hamburger sind die glücklichsten Deutschen. Auf einer Skala von 1 bis 10 weisen sie eine durchschnittliche Lebenszufriedenheit von 7,0 auf, während die Bewohner Sachsen-Anhalts nur auf eine 3,7 kommen. Darüber hinaus haben Hamburger auch ein überdurchschnittliches hohes Einkommen pro Kopf, während für Sachsen-Anhalt das Gegenteil gilt. Aus diesem Muster lässt sich allerdings nicht ableiten, dass mehr Geld immer glücklicher macht. mehr

The Economic Effects of a Brexit on the UK
Gastbeitrag, 25. August 2016

Jürgen Matthes and Berthold Busch in European Financial Review The Economic Effects of a Brexit on the UKArrow

The results of a plethora of studies on the likely economic impact of a Brexit on the UK are rather confusing. In this article, IW economists Jürgen Matthes and Berthold Busch challenge the mainstream view and argue that the risks of a Brexit are likely to be underestimated. mehr

22. August 2016

Olympische Spiele Der Gewinner der Olympischen Spiele – die EUArrow

In der Nacht sind in Rio de Janeiro die 31. Olympischen Sommerspiele zu Ende gegangen – es waren die ersten in Südamerika. Mehr als 11.000 Athleten haben sich in 306 Wettbewerben in 28 Sportarten gemessen. Die meisten Goldmedaillen gingen erneut an die USA. Wäre jedoch ein Team aus Athleten der Länder der Europäischen Union angetreten, stünde die EU auf Platz eins des Medaillenspiegels. mehr auf iwd.de