Deutschland steht an einer konjunkturellen Wegmarke. Entweder gelingt es, aus der graduellen Verbesserung der Angebotsbedingungen im Umfeld einer weiterhin stark wachsenden Weltwirtschaft auf einen nachhaltigen Erholungskurs einzuschwenken, oder es droht der Rückfall in die Stagnation. Die Chancen für eine Belebung der Inlandsnachfrage – vor allem durch eine anziehende Investitionstätigkeit – sind günstiger als in den vorangegangenen Jahren. Deshalb steht das Erholungsszenario, dem eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 70 Prozent zugrunde liegt, im Mittelpunkt der Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird demnach im Jahr 2005 mit 2 Prozent leicht stärker zulegen als in diesem Jahr. Die konjunkturelle Belebung erfasst auch den Arbeitsmarkt. Im Vergleich zu diesem Jahr steigt die Anzahl der Erwerbstätigen im Jahr 2005 im Durchschnitt um 180.000 Personen an, die Anzahl der Arbeitslosen sinkt um 150.000 Personen auf gut 4,2 Millionen.

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