Die Arbeitskosten im Verarbeitenden Gewerbe Westdeutschlands betrugen im Jahr 2002 mehr als 26 Euro je Stunde. Damit wurde das Kostenniveau der westdeutschen Industrie nur von Norwegen übertroffen und lag um 28 Prozent über dem Durchschnitt der Konkurrenzländer. Allerdings ist der westdeutsche Kostennachteil seit dem Rekordjahr 1995 um 30 Prozentpunkte kleiner geworden. Entlastend wirkten die Abwertung gegenüber dem Dollar und der zwischenzeitlich verminderte heimische Kostendruck. In Ostdeutschland kostete im vergangenen Jahr eine Arbeitsstunde mit gut 16 Euro etwa so viel wie in Italien. In allen beobachteten Industrieländern sind die Lohnzusatzkosten seit 1980 rascher gestiegen als die Löhne. In Westdeutschland erreichen sie inzwischen 79 Prozent des Direktentgelts, 1980 waren es trotz einer etwas weiter gefassten Abgrenzung erst 75 Prozent. Es gibt zwar Länder mit höheren Zusatzkostenquoten, doch absolut trägt Westdeutschland mit annähernd 12 Euro die höchste Zusatzkostenlast.

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