Die Personalzusatzkosten im Produzierenden Gewerbe Westdeutschlands betrugen 2000 je Arbeitnehmer und Jahr gerechnet 42.060 DM. Das sind 81,3 Prozent des Direktentgelts, also kaum weniger als jene 82 Prozent, die im bisherigen Rekordjahr 1996 registriert worden sind. In der ostdeutschen Industrie liegen die Zusatzkosten mit 24.650 DM um gut 40 Prozent unter dem westdeutschen Niveau. Allerdings sind sie dort seit 1992 mit 49 Prozent doppelt so stark angestiegen wie im Westen (25 Prozent). Am aktuellen Rand des Beobachtungszeitraums hat sich der ostdeutsche Aufholprozess jedoch merklich verlangsamt. In Ostdeutschland beträgt die Zusatzkostenquote 68,2 Prozent. Ihr Abstand zum westdeutschen Niveau hat sich seit 1992 kaum verringert. Das liegt zum Teil auch an dem für Ostdeutschland typischen mittelstandsorientierten Strukturwandel. Denn die Zusatzkostenbelastung ist in Großunternehmen höher als im Mittelstand. Die Personalzusatzkostenquote westdeutscher Dienstleister beträgt 81 Prozent, ist demnach ebenso hoch wie im Produzierenden Gewerbe. Die einzelnen Dienstleistungssparten streuen aber sehr um diesen Durchschnitt. Am höchsten ist die Quote mit 102,6 Prozent im Bankgewerbe, am niedrigsten mit 69,4 Prozent im Großhandel.

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