Die mittel- und osteuropäischen Länder, die im Mai 2004 der Europäischen Union beitreten werden, sowie Bulgarien und Rumänien waren unterschiedlich stark von der Transformationskrise zu Beginn der neunziger Jahre betroffen. Auch nach 1995 sind diese Länder verschieden schnell gewachsen. Dabei stellt sich die Frage, ob wirtschaftsrelevante Institutionen die unterschiedliche wirtschaftliche Performance ab 1995 erklären können. Empirische Tests zeigen, dass weniger der Mitte der neunziger Jahre erreichte Institutionenstand relevant ist als vielmehr dessen Veränderung in den Folgejahren. Reformen der Institutionen lohnen sich auch und gerade bei schlechten Ausgangsbedingungen. Die acht Beitrittsländer sowie Bulgarien und Rumänien profitierten davon, dass ihr Reformkurs durch die Beitrittsperspektive zur Europäischen Union vorgezeichnet war. Das galt nicht für andere Transformationsländer in Europa und Zentralasien. Hier waren weniger die Reformen der Institutionen als vielmehr Liberalisierungsfortschritte wichtig für das Wirtschaftswachstum.

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