Angesichts der steigenden Rohstoffpreise werden alternative Bezugsquellen zunehmend interessant. Dazu gehört auch der verstärkte Einsatz von Sekundärrohstoffen, die aus Industrie- und Haushaltsabfällen gewonnen werden. Altglas und Altpapier sind klassische Beispiele für die umfangreiche Einspeisung von Sekundärrohstoffen in den Produktionsprozess. Für die Rohstoff verarbeitende Industrie ergeben sich bei steigenden Rohstoffpreisen aus der Nutzung von Sekundärrohstoffen Einsparpotenziale. Für die Entsorgungswirtschaft entstehen Chancen auf eine Erweiterung ihres Geschäftsfelds. Gesamtwirtschaftlich entspricht der verstärkte Einsatz von Sekundärrohstoffen einer Substitution von Importen an Primärrohstoffen durch eine zusätzliche Wertschöpfung im Inland. Auf Basis einer Schätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln entstand im Jahr 2005 durch den Einsatz von Sekundärrohstoffen eine Wertschöpfung in Höhe von 3,7 Milliarden Euro.

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