Das deutsche Verarbeitende Gewerbe erzielte im Jahr 2005 im internationalen Vergleich mit 15 Industrieländern wieder ein vergleichsweise hohes Produktivitätsniveau – die Konkurrenzländer liegen insgesamt im Durchschnitt auf Wechselkurs-Basis um 15 Prozent zurück. Dieser Vorteil reicht jedoch nicht aus, um die hohe Arbeitskostenbelastung der deutschen Industrie wettzumachen. Denn ein deutlich höheres Lohnstückkostenniveau als Deutschland haben lediglich Dänemark und das Vereinigte Königreich zu verkraften. Im Durchschnitt schneiden die ausländischen Wettbewerber bei diesem Indikator um 10 Prozent günstiger ab. Die langfristige Entwicklung der Lohnstückkosten offenbart eine insgesamt etwas stärkere Kostendisziplin des Auslands. Denn bei den Konkurrenzländern waren die Lohnstückkosten im Jahr 2005 etwas geringer als im Jahr 1991, während in Deutschland trotz eines starken Arbeitsplatzverlusts in diesem Zeitraum ein Anstieg der Lohnstückkosten von insgesamt 3 Prozent zu beobachten war. Vor allem in den letzten beiden Jahren hat die deutsche Industrie aber ihre Kostenwettbewerbsfähigkeit erfolgreich verbessert.

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