Die deutsche Konjunktur ist nach wie vor robust. Auch die weiteren Perspektiven sind gut – allerdings lässt das Wachstumstempo nach. Für das Jahr 2007 erwartet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln einen Zuwachs beim realen Bruttoinlandsprodukt von 2,5 Prozent. Im Jahr 2008 beläuft sich das Wirtschaftswachstum auf 1,9 Prozent. Dabei verlagern sich die Wachstumskräfte mehr und mehr vom Ausland zum Inland. Im Jahr 2008 geht der Zuwachs beim BIP allein auf das Konto der Inlandsnachfrage. In diesem wie im nächsten Jahr kommt der Abbau der Arbeitslosigkeit kräftig voran. Im Jahresdurchschnitt 2008 beläuft sich die Anzahl der registrierten Arbeitslosen auf 3,5 Millionen Personen, das entspricht einer Arbeitslosenquote von gut 8 Prozent. Auch die Haushaltskonsolidierung kommt voran. Erstmals seit dem Jahr 1989 ist der Staatshaushalt in den Jahren 2007 und 2008 im Plus. Die Einschätzung der konjunkturellen Dynamik erfolgt vor einem breiteren Risikoumfeld. Nicht nur die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise und der Wechselkurse bergen Gefahren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Auch die Finanzmarktturbulenzen dürften die wirtschaftliche Dynamik dämpfen.

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