Die Arbeitskosten je vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer lagen im westdeutschen Produzierenden Gewerbe im Jahr 2006 bei 53.840 Euro. In Ostdeutschland beliefen sich die industriellen Arbeitskosten mit 35.290 Euro auf zwei Drittel des westdeutschen Kostenniveaus. Dieser Kostenvorteil gegenüber Westdeutschland ist in den letzten Jahren nur unwesentlich kleiner geworden. In den untersuchten Dienstleistungssparten in Deutschland ist das Kostenniveau sehr unterschiedlich. Es lag im Jahr 2006 in einer Spanne von 34.550 Euro im Einzelhandel bis zu 68.750 Euro im Versicherungsgewerbe. Die Arbeitskostenstruktur hat sich im Jahr 2006 in Deutschland kaum geändert. Etwas schwächer als die Verdienste stiegen die Arbeitgeberbeiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung, die fest vereinbarten Sonderzahlungen und die sonstigen Personalzusatzkosten. Erstmals informiert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln auch darüber, welcher Anteil der Arbeitskosten gesetzlich verursacht ist und damit nicht von den Vertragsparteien frei ausgehandelt werden kann. Immerhin 25,2 Prozent der Kosten im westdeutschen und 27,1 Prozent der Kosten im ostdeutschen Produzierenden Gewerbe ergeben sich durch gesetzliche Vorgaben. Diese Anteile haben sich seit Anfang der neunziger Jahre kaum verändert.

IconDownload| PDF

Ansprechpartner