Westdeutschland ist mit Arbeitskosten von 34,29 Euro je Arbeitnehmerstunde im Verarbeitenden Gewerbe auch im Jahr 2007 einer der weltweit teuersten Industriestandorte. Nur Norwegen, Belgien und Schweden haben höhere Kosten zu tragen. Das ostdeutsche Kostenniveau liegt mit 20,29 Euro je Stunde um mehr als 40 Prozent unter dem westdeutschen und ist damit in etwa so hoch wie in Spanien. Gegenüber dem Durchschnitt der Industrieländer – ohne die neuen EU-Mitglieder – hat Deutschland einen Kostennachteil von 23 Prozent, Westdeutschland sogar von 29 Prozent. Dabei hat sich allerdings das deutsche Kostenhandikap gegenüber den anderen Ländern der EU-15 nach einem starken Anstieg in der ersten Hälfte der neunziger Jahre seit 1995 wieder kontinuierlich verbessert. Mit einem jahresdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitskosten von 2,1 Prozent zeigte Deutschland im Zeitraum 2000 bis 2007 die höchste Kostendisziplin in der Europäischen Union.

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