Westdeutschland ist mit Arbeitskosten von 35,22 Euro je Arbeitnehmerstunde im Verarbeitenden Gewerbe auch im Jahr 2008 einer der weltweit teuersten Industriestandorte. Nur Norwegen und Belgien haben höhere Kosten zu tragen. Das ostdeutsche Kostenniveau liegt mit 20,75 Euro je Stunde um mehr als 40 Prozent unter dem westdeutschen und ist damit in etwa so hoch wie in Spanien. Gegenüber dem Durchschnitt der Industrieländer – ohne die neuen EU-Mitglieder – hat Deutschland einen Kostennachteil von 25 Prozent, Westdeutschland sogar von 31 Prozent. Dabei hat sich allerdings das deutsche Kostenhandikap gegenüber den anderen Ländern der EU-15 nach einem starken Anstieg in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre seit 1995 kontinuierlich verbessert. Lediglich im Jahr 2008 gab es aufgrund der aktuellen Schwäche des britischen Pfunds einen leichten Rückschlag. Mit einem jahresdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitskosten von 2,2 Prozent zeigte Deutschland im Zeitraum 2000 bis 2008 die höchste Kostendisziplin in der Europäischen Union.


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