Einkommensmobilität bezeichnet die Änderung der Position von Personen in der Einkommenshierarchie im Vergleich zu anderen. Für die Diskussion um die Verteilungsgerechtigkeit ist insbesondere die Aufwärtsmobilität aus der unteren Einkommensschicht, das heißt dem untersten Fünftel der Einkommensverteilung, von Bedeutung. In Deutschland verbleiben in einem Zeitraum von vier Jahren fast zwei Drittel der Personen im unteren Einkommenssegment. Diese Beharrungsquote ist in den letzten Jahren gestiegen. Besonders selten konnten Arbeitslose und Alleinerziehende aufsteigen. Eine simultane Schätzung der Determinanten von Mobilitätsprozessen ergibt, dass für den Aufstieg aus dem untersten Einkommenssegment die Aufnahme einer Beschäftigung nahezu ohne Alternative ist. Die weiteren Aufstiegschancen in höhere Einkommensschichten hängen dann zunehmend von dem Qualifikationsniveau einer Person ab. Von großer Bedeutung sind ebenso Änderungen des Haushaltszusammenhangs. Trennungen von Paarhaushalten wirken sich ungünstig aus, während Personen in neu gebildeten Paarhaushalten oft aufsteigen können.


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Warum Deutschland gerechter ist als sein Ruf
Gastbeitrag, 1. August 2016

Michael Hüther auf vorwaerts.de Warum Deutschland gerechter ist als sein RufArrow

Wir sollten das Schlechtreden des Wohlfahrtsstaates beenden. Die soziale Marktwirtschaft funktioniert, schreibt IW-Direktor Michael Hüther auf dem SPD-Portal vorwaerts.de. Was Deutschland dagegen fehle, seien Voraussetzungen für eine wirksame Leistungsgerechtigkeit. mehr

Aufstiegsmobilität
5. Juni 2014

Aufstiegsmobilität Nichts ist endgültigArrow

In Deutschland bleiben die wenigsten Menschen dauerhaft vom Arbeitsmarkt und Wohlstand ausgeschlossen. Eine gute Ausbildung befördert den Aufstieg. mehr auf iwd.de

„Mehr in Bildung investieren“
Gastbeitrag, 19. Mai 2014

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Brauchen wir mehr Umverteilung? Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, plädiert in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel für mehr Chancengerechtigkeit. mehr