Die Exporterfolge der MOE-Staaten Polen, Slowakische Republik und Tschechische Republik sowie Ungarn werden zuweilen als Bedrohung für Industriestaaten wie Deutschland gesehen. Diese Ansicht lässt sich in mehrfacher Hinsicht relativieren. Zum einen sind auch die Einfuhren dieser Länder stark gestiegen, was gerade für die deutsche Wirtschaft immense Exportsteigerungen ermöglichte. Zum anderen wurde bislang zu wenig hinterfragt, ob die Exporterfolge nicht zu einem großen Teil das Ergebnis einer Werkbank-Strategie sind. Denn die vier betrachteten Staaten wurden im Zuge des Offshorings in die Wertschöpfungsnetzwerke von westlichen Unternehmen eingebunden. Ein Großteil der Zuwächse bei Exporten und Produktion der vier MOE-Länder ist auf importierte Vorleistungen zurückzuführen. Gleichwohl sind auch die Wertschöpfung von Industriegütern höherer Technologie und die Innovationsausgaben vor allem in Ungarn und der Tschechischen Republik merklich gestiegen. Trotz dieser Erfolge ist der gestiegene Anteil dieser MOE-Länder an der Wertschöpfung aller OECD-Länder im Vergleich zum ebenfalls zunehmenden Anteil Deutschlands weiterhin nur sehr gering.


IconDownload |PDF

Ansprechpartner

13. Februar 2017

M+E-Strukturbericht Markterschließung versus KostensenkungArrow

Die deutsche M+E-­Industrie ist stark globalisiert. Neben den Exporten werden dabei ausländische Produktionsstandorte immer wichtiger. Schon seit Jahren steigen die Direktinvestitionen im Ausland schneller als der inländische Kapitalstock. Arbeitskosten spielen dabei wieder eine größere Rolle. mehr auf iwd.de

Maastricht ebnet Weg zum Euro: Ein Vertrag mit Schwächen
Gastbeitrag, 7. Februar 2017

Berthold Busch auf n-tv.de Maastricht ebnet Weg zum Euro: Ein Vertrag mit SchwächenArrow

Heute vor 25 Jahren wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet. Er war ein Meilenstein auf dem Weg zur EU in ihrer heutigen Form und auch zum Euro. Doch für Partystimmung sorgt das Jubiläum nicht. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Berthold Busch auf n-tv.de. mehr