Die Exporterfolge der MOE-Staaten Polen, Slowakische Republik und Tschechische Republik sowie Ungarn werden zuweilen als Bedrohung für Industriestaaten wie Deutschland gesehen. Diese Ansicht lässt sich in mehrfacher Hinsicht relativieren. Zum einen sind auch die Einfuhren dieser Länder stark gestiegen, was gerade für die deutsche Wirtschaft immense Exportsteigerungen ermöglichte. Zum anderen wurde bislang zu wenig hinterfragt, ob die Exporterfolge nicht zu einem großen Teil das Ergebnis einer Werkbank-Strategie sind. Denn die vier betrachteten Staaten wurden im Zuge des Offshorings in die Wertschöpfungsnetzwerke von westlichen Unternehmen eingebunden. Ein Großteil der Zuwächse bei Exporten und Produktion der vier MOE-Länder ist auf importierte Vorleistungen zurückzuführen. Gleichwohl sind auch die Wertschöpfung von Industriegütern höherer Technologie und die Innovationsausgaben vor allem in Ungarn und der Tschechischen Republik merklich gestiegen. Trotz dieser Erfolge ist der gestiegene Anteil dieser MOE-Länder an der Wertschöpfung aller OECD-Länder im Vergleich zum ebenfalls zunehmenden Anteil Deutschlands weiterhin nur sehr gering.


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29. September 2016

EU-Haushalt Zahlmeister EUArrow

Die Europäische Union gibt Jahr für Jahr viel Geld aus, um beispielsweise ärmere Mitgliedsstaaten und Regionen zu unterstützen oder die Agrar-, Forschungs- und Bildungspolitik zu fördern. Gemessen an den nationalen Staatsausgaben erreichen die Zahlungen aus dem EU-Haushalt zum Teil erstaunliche Dimensionen. mehr auf iwd.de

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Interview, 29. September 2016

Michael Hüther in der Süddeutschen Zeitung "Marktwirtschaft ist geordnete Anarchie"Arrow

IW-Direktor Michael Hüther erklärt, warum sich mit der Globalisierung auch die Abstiegsängste globalisiert haben, was China aus der Kolonialzeit der Europäer lernen kann und warum es nun darauf ankommt, die Freiheit zu fördern. mehr