Die Exporterfolge der MOE-Staaten Polen, Slowakische Republik und Tschechische Republik sowie Ungarn werden zuweilen als Bedrohung für Industriestaaten wie Deutschland gesehen. Diese Ansicht lässt sich in mehrfacher Hinsicht relativieren. Zum einen sind auch die Einfuhren dieser Länder stark gestiegen, was gerade für die deutsche Wirtschaft immense Exportsteigerungen ermöglichte. Zum anderen wurde bislang zu wenig hinterfragt, ob die Exporterfolge nicht zu einem großen Teil das Ergebnis einer Werkbank-Strategie sind. Denn die vier betrachteten Staaten wurden im Zuge des Offshorings in die Wertschöpfungsnetzwerke von westlichen Unternehmen eingebunden. Ein Großteil der Zuwächse bei Exporten und Produktion der vier MOE-Länder ist auf importierte Vorleistungen zurückzuführen. Gleichwohl sind auch die Wertschöpfung von Industriegütern höherer Technologie und die Innovationsausgaben vor allem in Ungarn und der Tschechischen Republik merklich gestiegen. Trotz dieser Erfolge ist der gestiegene Anteil dieser MOE-Länder an der Wertschöpfung aller OECD-Länder im Vergleich zum ebenfalls zunehmenden Anteil Deutschlands weiterhin nur sehr gering.


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Referendum in Italien
IW-Nachricht, 2. Dezember 2016

Referendum in Italien Panik unangebracht Arrow

Am Sonntag stimmen die Italiener darüber ab, ob sie der vernünftigen und überfälligen Verfassungsreform ihrer Regierung zustimmen oder nicht. Das Referendum gilt auch als Vorentscheid über den Verbleib Italiens in der Europäischen Währungsunion. Doch selbst bei einem „Nein“ zu den Reformen ist ein Euro-Austritt längst nicht ausgemacht. mehr

Wahl in Frankreich
IW-Nachricht, 25. November 2016

Wahl in Frankreich Große Herausforderungen für den SiegerArrow

Am Sonntag entscheiden Frankreichs Konservative per Vorwahl, wer gegen Marine Le Pen bei der Wahl zum Staatsoberhaupt antreten wird – François Fillon oder Alain Juppé. Doch ganz gleich, wer im Frühjahr Staatsoberhaupt wird: Es warten sehr große Herausforderungen. mehr

24. November 2016

Türkei Zurückbesinnen statt weitermachenArrow

Immer intensiver diskutiert die Europäische Union, ob sie die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abbrechen sollte. Doch nicht nur deshalb wäre die türkische Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan gut beraten, ihren politischen Kurs zu korrigieren: Mit ihm schickt sie sich an, alles zu zerstören, was sie in den vergangenen Jahren für die Türkei erreicht hat. mehr auf iwd.de