Die Arbeitskosten je vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer lagen im westdeutschen Produzierenden Gewerbe im Jahr 2008 bei 56.090 Euro. In Ostdeutschland waren die industriellen Arbeitskosten mit 37.140 Euro um mehr als ein Drittel günstiger. Dieser Kostenvorteil gegenüber Westdeutschland hat sich in den letzten Jahren nicht mehr wesentlich verringert. In den untersuchten deutschen Dienstleistungssparten ist das Kostenniveau sehr unterschiedlich. Es lag im Jahr 2008 in einer Spanne von 35.620 Euro im Einzelhandel bis zu 72.820 Euro im Kreditgewerbe. Die Arbeitskostenstruktur hat sich im Jahr 2008 in Deutschland vor allem durch die gesunkenen Beiträge zur Sozialversicherung geändert. Immerhin 24,8 Prozent der Kosten im westdeutschen und 26,7 Prozent der Kosten im ostdeutschen Produzierenden Gewerbe ergeben sich durch gesetzliche Vorgaben, können also nicht frei zwischen den Vertragsparteien ausgehandelt werden. Diese Anteile sind seit dem Jahr 2000 langsam in etwa auf das Niveau zu Beginn der 1990er-Jahre zurückgegangen.

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

21. Februar 2017

Gesetzliche Unfallversicherung Deutschlands unbekannte SozialversicherungArrow

In Deutschland sind Arbeitnehmer im Arbeitsalltag sowie auf den Wegen zwischen Arbeitsplatz und Job automatisch über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Während die Zahl der Arbeitsunfälle seit Jahren zurückgeht, gab es 2015 wieder mehr Wegeunfälle als im Vorjahr. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 13. Februar 2017

Jochen Pimpertz Kosten der Entgeltfortzahlung – beschränktes PräventionspotenzialArrow

Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steigen seit Jahren ungebremst. Durch medizinische Prävention lässt sich aber nur ein kleiner Teil dieser Kosten vermeiden. Denn der Anstieg ist nicht allein auf das Erkrankungsrisiko zurückzuführen, sondern auch auf die günstige Beschäftigungsentwicklung und die steigenden Bruttoentgelte. mehr