Internationale Streikvergleiche weisen Deutschland als ein vergleichsweise konfliktarmes Land aus. Tatsächlich lag die Anzahl der je 1.000 Arbeitnehmer arbeitskampfbedingt ausgefallenen Arbeitstage im Zeitraum 2000 bis 2007 bei nur fünf Tagen pro Jahr. Noch konfliktärmer waren von 20 untersuchten OECD-Ländern lediglich Japan, Polen und die Schweiz. Allerdings nähern sich die Arbeitskampfvolumina an. In einer Mehrheit von Ländern liegt dies an einer sinkenden Streikhäufigkeit, in Deutschland hingegen an einer kürzeren Streikdauer. Ein Blick auf die statistische Erfassung von Arbeitskämpfen zeigt allerdings, dass Deutschland zu den Ländern mit einer unvollständigen Arbeitskampferfassung gehört. Dies liegt vor allem an den Erfassungsgrenzen. Zudem stützt sich die amtliche Statistik auf Arbeitgebermeldungen, während andere Länder auch die in der Regel höheren Gewerkschaftsangaben heranziehen. Beides führt dazu, dass der tatsächliche Streikumfang in Deutschland in der amtlichen Statistik deutlich unterzeichnet wird.

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Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn
IW-Nachricht, 7. Dezember 2016

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Die Deutsche Bahn verhandelt derzeit wieder mit der Eisenbahnergewerkschaft EVG und der Lokführergewerkschaft GDL. In den vergangenen Jahren zeigte sich vor allem die GDL als besonders streikfreudig. Doch diesmal drohen gleich beide Gewerkschaften mit Warnstreiks. mehr

Ruf nach Regulierung
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

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Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Dialogs „Arbeit 4.0“ werden gegen Ende dieses Jahres Vorschläge präsentiert, wie die sozialen Bedingungen und Spielregeln der zukünftigen Arbeitsgesellschaft gestaltet werden sollen. Dabei wird auch über eine Regulierung des Crowdworkings diskutiert. mehr

IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

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Im Dezember 1916 wurden die Gewerkschaften in Deutschland als Interessenvertreter der Arbeitnehmer anerkannt. Hundert Jahre später kämpfen nicht nur die deutschen Gewerkschaften gegen ihren Bedeutungsverlust. mehr