Die Arbeitskosten des westdeutschen Verarbeitenden Gewerbes lagen im Jahr 2009 bei 36,05 Euro je Arbeitnehmerstunde. Damit war Westdeutschland einer der weltweit teuersten Industriestandorte – nur Norwegen, Belgien und die Schweiz hatten höhere Arbeitskosten. Verglichen mit dem Durchschnitt der Industrieländer – ohne die neuen EU-Mitglieder – produzierte Westdeutschland mit um 29 Prozent höheren Arbeitskosten. Für Deutschland insgesamt belief sich der Kostennachteil durch das in Ostdeutschland mit 21,11 Euro um mehr als 40 Prozent niedrigere Kostenniveau auf 23 Prozent. Damit schneidet Deutschland etwas schlechter ab als zu Beginn der 1990er-Jahre. Das Kostenbewusstsein stieg deutlich: Mit einem jahresdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitskosten von 2,2 Prozent zeigte Deutschland im Zeitraum 2000 bis 2009 die höchste Kostendisziplin in der Europäischen Union.

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

21. Februar 2017

Gesetzliche Unfallversicherung Deutschlands unbekannte SozialversicherungArrow

In Deutschland sind Arbeitnehmer im Arbeitsalltag sowie auf den Wegen zwischen Arbeitsplatz und Job automatisch über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Während die Zahl der Arbeitsunfälle seit Jahren zurückgeht, gab es 2015 wieder mehr Wegeunfälle als im Vorjahr. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 13. Februar 2017

Jochen Pimpertz Kosten der Entgeltfortzahlung – beschränktes PräventionspotenzialArrow

Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steigen seit Jahren ungebremst. Durch medizinische Prävention lässt sich aber nur ein kleiner Teil dieser Kosten vermeiden. Denn der Anstieg ist nicht allein auf das Erkrankungsrisiko zurückzuführen, sondern auch auf die günstige Beschäftigungsentwicklung und die steigenden Bruttoentgelte. mehr