Die Gesetzliche Krankenversicherung wird im Jahr 2010 mit 15,7 Milliarden Euro aus Steuermitteln subventioniert. Dadurch sinkt der Beitragssatz nicht nur für einkommensschwache, sondern auch für leistungsfähige Mitglieder von 16,5 auf 14,9 Prozent. Statt die Steuerzahlungen pauschal einzusetzen, sollte der Staat sie bedarfsgerecht verteilen, um den Wechsel von der Beitrags- auf die Prämienfinanzierung sozial abzufedern. Werden sämtliche Ausgaben über eine monatliche Prämie von 250 Euro je Erwachsenen finanziert, muss der Steuerzahler statt der aktuell 15,7 Milliarden Euro zwischen 16,3 und 11,2 Milliarden Euro aufwenden, um unzumutbare Belastungen zu kompensieren. Unerwünschte Mitnahmeeffekte, die im Status quo auftreten, lassen sich dabei vollständig vermeiden. Wird dagegen nur ein Teil des bisherigen Arbeitnehmerbeitrags in eine Prämie gewandelt, sinkt zwar die Nettobelastung für den Staat bis auf unter 7 Milliarden Euro. Die Fehlverteilungen bleiben aber bestehen.

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14. Februar 2017

Entgeltfortzahlung Krankheit kostet MilliardenArrow

Die Ausgaben der Unternehmen für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben 2015 erstmals die Marke von 50 Milliarden Euro überschritten. Mit medizinischer Prävention ließe sich zwar gegensteuern – der Aufwand dafür darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden. mehr auf iwd.de

Wettbewerb in der Gesetzlichen Krankenversicherung
IW-Nachricht, 6. Januar 2017

Wettbewerb in der Gesetzlichen Krankenversicherung Regionale Vorherrschaft schadetArrow

In vielen Regionen Deutschlands dominieren einzelne Krankenkassen den Markt. Das sollte aber nicht zulasten der Versicherten gehen. Eine wichtige Rolle spielt deshalb der kassenindividuelle Zusatzbeitrag. Denn Preisunterschiede zwischen den einzelnen Kassen signalisieren, wann sich ein Wechsel lohnt. mehr