Die Arbeitskosten je vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe sanken im Jahr 2009 erstmals. Sie verringerten sich in Westdeutschland um 2,1 Prozent auf 54.890 Euro und in Ostdeutschland um 0,8 Prozent auf 36.830 Euro. Damit haben die ostdeutschen Länder weiterhin um rund ein Drittel niedrigere industrielle Arbeitskosten. Ursache für den Rückgang der Arbeitskosten war in Ost und West die Verkürzung der bezahlten Arbeitszeit durch Kurzarbeit und Überstundenabbau. Die Wirtschaftskrise beeinflusste auch die Arbeitskostenstruktur. Denn die Personalzusatzkosten wurden durch die Remanenzkosten bei Kurzarbeit und durch Folgekosten von Entlassungen und Insolvenzen in die Höhe getrieben, obwohl die Sonderzahlungen gegenüber 2008 anteilsmäßig zurückgefahren wurden. In den untersuchten deutschen Dienstleistungssparten war das Kostenniveau sehr unterschiedlich. Es lag im Jahr 2009 in einer Spanne von 35.910 Euro im Einzelhandel bis 73.110 Euro im Versicherungsgewerbe. Im Kreditgewerbe gingen die Arbeitskosten je Vollzeiteinheit durch deutlich reduzierte Sonderzahlungen zurück.

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21. Februar 2017

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Jochen Pimpertz Kosten der Entgeltfortzahlung – beschränktes PräventionspotenzialArrow

Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steigen seit Jahren ungebremst. Durch medizinische Prävention lässt sich aber nur ein kleiner Teil dieser Kosten vermeiden. Denn der Anstieg ist nicht allein auf das Erkrankungsrisiko zurückzuführen, sondern auch auf die günstige Beschäftigungsentwicklung und die steigenden Bruttoentgelte. mehr