Die Struktur der Erwerbsformen auf dem deutschen Arbeitsmarkt unterliegt einem stetigen Wandel. Der zentrale Trend dieses Wandels besteht in der zunehmenden Bedeutung flexibler sogenannter „atypischer“ Beschäftigungsverhältnisse bei gleichzeitigem Bedeutungsverlust des „Normalarbeitsverhältnisses“. Dabei wird häufig die These vertreten, dass die Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre diesen Trend noch einmal verstärkt haben. Die Auswertung von Daten des sozio-oekonomischen Panels zeigt, dass die Bedeutung flexibler Erwerbsformen vor allem relativ zunimmt und es sich bei diesen überwiegend um zusätzliche Beschäftigung handelt. Auf individueller Ebene dienen sie als Sprungbrett. Dies gilt gleichermaßen für den Schritt aus der Arbeitslosigkeit oder Inaktivität in eine Beschäftigung wie für den Wechsel aus einer flexiblen Erwerbsform auf einen unbefristeten Vollzeitarbeitsplatz. Von der Sprungbrettfunktion profitieren vor allem geringproduktive Arbeitnehmer. Sie machen einen großen Teil der Arbeitnehmer in flexiblen Beschäftigungsverhältnissen aus. Anzeichen von Prekarität zeigen sich allerdings nur bei einem Teil der Beschäftigten in den flexiblen Erwerbsformen. Während die Abschläge vom Stundenlohn bei unbefristet Teilzeitbeschäftigten mit 5 Prozent eher gering sind, weisen unbefristet geringfügig Beschäftigte einen Stundenlohnabstand von rund 17 Prozent auf.

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22. August 2016

Metall- und Elektro-Industrie Die Arbeitszeit flexibel gestaltenArrow

Work-Life-Balance, Vertrauensarbeitszeit, Jobsharing und vieles mehr – die Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung sind heute so vielfältig wie nie zuvor. Doch wegen der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt bleibt das Thema auf der Agenda. Es geht vor allem darum, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern. mehr auf iwd.de

22. Juli 2016

Tarifrunde 2016 Wochenarbeitszeit gegen FlexibilitätArrow

In ihrer Kampagne „Mein Leben – meine Zeit: Arbeit neu denken!“ widmet sich die IG Metall dem Thema Arbeitszeit und stellt einen Forderungskatalog auf, der umfangreicher kaum sein könnte: mehr Gerechtigkeit, mehr Selbstbestimmung, mehr Sicherheit sowie betriebs- und tarifpolitische Bausteine. Da ist es angebracht, an die Geschäftsgrundlage der 35-Stunden-­Woche zu erinnern – den sogenannten Leber-Kompromiss von 1984. mehr auf iwd.de

Zielvereinbarung und ergebnisorientierte Vergütung
IW-Kurzbericht, 30. Juni 2016

Mara Ewers / Andrea Hammermann / Beate Placke Ergebnisorientiert Führen als Alternative zur PräsenzkulturArrow

Der Arbeitsplatz der Zukunft ist vielfältig: Ob von zuhause, im Zug oder am Rheinufer – Smartphones, Tablets und Laptops machen es möglich. Unternehmen setzen daher zunehmend auf Zielvereinbarungen und einen ergebnisorientierten Führungsstil statt Anwesenheitskontrollen im Betrieb. mehr