Das Wirtschaftswachstum und die Auswirkungen der vorangegangenen Arbeitsmarktreformen haben im Jahr 2007 die Balance von Sozialleistungsempfängern und Erwerbstätigen leicht verbessert. Gegenüber dem Vorjahr vergrößerte sich der Abstand zwischen der Erwerbstätigenquote und der Sozialleistungsempfängerquote in der Bevölkerungsgruppe der 18- bis 64-Jährigen um 2 Prozentpunkte, unter den Wahlberechtigten und in der Bevölkerung insgesamt um jeweils rund 1 Prozentpunkt. Diese positive Entwicklung hat allerdings die Herausforderungen für die langfristige Sicherung des Sozialstaates durch die Alterung der Bevölkerung nicht gemindert. Im Zeitraum 1992 bis 2007 sank bezogen auf die Gesamtbevölkerung die Erwerbstätigenquote um 3 Prozentpunkte auf 40,7 Prozent, während die Quote der Sozialleistungsempfänger um 6,5 Prozentpunkte auf 37,8 Prozent anstieg. Angesichts der tiefen Rezession und der schon beschlossenen Aufstockung verschiedener Transfers ist es möglich, dass der Abstand beider Quoten im Jahr 2010 auf null schrumpfen wird, sodass statistisch auf jeden Erwerbstätigen ein Sozialleistungsempfänger kommt.

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Jochen Pimpertz in der Bilanz
Gastbeitrag, 18. August 2016

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Die SPD schlägt Freibeträge in der Sozialversicherung vor, um Haushalte niedrigen und mittleren Einkommens zu entlasten. Die Idee setze nicht an der richtigen Stelle an, schreibt Jochen Pimpertz, IW-Experte für Sozialpolitik, in der Bilanz. mehr

Asylbewerber
7. Januar 2016

Asylbewerber Was kostet die Flüchtlingshilfe?Arrow

Die Ausgaben für Hartz IV und Integrationsmaßnahmen werden den deutschen Fiskus in diesem Jahr viele Milliarden Euro kosten. Je schneller die Zuwanderer integriert und fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden, desto eher erhält der Staat für sein Geld eine Rendite. mehr auf iwd.de

Agenda 2010 und ihre Folgen
IW-Nachricht, 14. Oktober 2015

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Mit der Agenda 2010 krempelte 2005 die damalige Bundesregierung die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland um. Nahezu unbestritten sind die positiven Effekte auf die Beschäftigung. Allerdings stehen insbesondere die Hartz-IV-Reformen in dem Verdacht, die soziale Ungleichheit verschärft zu haben – zu Unrecht. mehr