Energetische Sanierungen sind zur Erreichung der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung von zentraler Bedeutung. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob sich die Sanierungen wirtschaftlich realisieren lassen und ob die Sanierungsaktivitäten auch ohne Förderungen eine Eigendynamik entwickeln. Eine Auswertung von 1.300 Sanierungsobjekten zeigt, dass Mieterhöhungen und Anfangsrenditen nicht allein von der Art und dem Umfang einer Sanierung abhängen, sondern auch von der Marktlage und dem Alter der Gebäude. Dagegen lassen sich keine signifikanten regionalen und raumstrukturellen Unterschiede bei der Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen erkennen. Auch zwischen den Vermietergruppen zeigen sich nur geringe Unterschiede. Eindeutig fallen die Ergebnisse bei den Motiven aus: Werden Sanierungen aus finanziellen Gründen durchgeführt, werden die Mieten eher stärker angehoben. Umgekehrt verhält es sich, wenn die Investitionen langfristig aufgrund geringerer Energiekosten als lohnend eingeschätzt werden.

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Mietrechtsreform
iwd, Nr. 11 vom 16. März 2011

Mietrechtsreform Energetische Sanierung muss sich rechnenArrow

Die Bundesregierung will bis zum Herbst einen Entwurf für ein neues Mietrecht vorlegen – nicht zuletzt, um die energetische Sanierung der 18 Millionen Wohnimmobilien in Deutschland voranzutreiben. mehr

„Sozialer Wohnungsbau ist eine Allzweckwaffe“
Interviews, 26. Mai 2015

Michael Voigtländer in der Frankfurter Allgemeinen „Sozialer Wohnungsbau ist eine Allzweckwaffe“Arrow

IW-Immobilienökonom Michael Voigtländer spricht im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über Fehlanreize, Fehlbelegungen und fehlgeleiteten Milieuschutz. mehr

Mietpreisbremse
IW-Nachrichten, 12. Mai 2015

Mietpreisbremse Ausgebremst?Arrow

Ein Berliner Gericht hat am Montag in Zweifel gezogen, dass der Mietspiegel der Hauptstadt wissenschaftlich fundiert ist. Eigentlich sollte der Mietspiegel ab dem 1. Juni die Grundlage der neuen Mietpreisbremse sein. Das scheint jetzt unrealistisch. Zudem, so warnen die Immobilien-Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), gibt es gravierende Schwierigkeiten mit allen deutschen Mietspiegeln. mehr