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Ein Wirtschaftseinbruch von historischer Dimension droht die Früchte des Aufschwungs der letzten drei Jahre zunichte zu machen: Die Beschäftigungsgewinne werden 2010 aufgezehrt sein, das Realeinkommen pro Kopf wird im laufenden Jahr 2009 nicht viel höher liegen als im Jahr 2006. Die Finanzmarktkrise hat eine systemische Verwundbarkeit der Realwirtschaft zutage treten lassen. Noch bedeutsamer ist, dass sich viele – und nicht nur Globalisierungsgegner – in ihrer Kritik am Paradigma der internationalen Arbeitsteilung bestätigt sehen. Die Zwillingskrise von Finanzwirtschaft und Realwirtschaft wird begleitet von einer Legitimations- und Vertrauenskrise der marktwirtschaftlichen Ordnung.

Mit der vorliegenden Studie legt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln eine strukturierte Analyse des letzten Aufschwungs vor: Hatte Deutschland doch bis zum Jahr 2008 einen von vielen nicht erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung verzeichnet. Dies lässt sich auf eine erfolgreiche Mischung aus wirtschaftlichen Faktoren und der einsetzenden Wirkung struktureller Reformen zurückführen. Alles in allem hatte sich das niedrige deutsche Potenzialwachstum seit dem Jahr 2003 nahezu verdoppelt, und die Reformpolitik der Bundesregierung hatte daran einen erheblichen Anteil. Die Wissenschaftler skizzieren aus dieser Betrachtung heraus die Bedingungen für einen neuen Take- off – und umreißen damit eine wirtschaftspolitische Agenda für die neue Legislatur.

Ansprechpartner

9. September 2016

Wahl Begehrtes BerlinArrow

Am 18. September wählen die Berliner ein neues Abgeordnetenhaus. Die wirtschaftlichen Perspektiven der Hauptstadt sind vielversprechend: Weil die 3,5-Millionen-Metropole vor allem bei jungen Leuten hoch im Kurs steht und zudem mit niedrigen Lebenshaltungskosten punkten kann, entwickelt sie sich zur hippen Gründerhauptstadt. mehr auf iwd.de

29. August 2016

Mecklenburg-Vorpommern Der Tourismus-PrimusArrow

Am 4. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Ökonomisch betrachtet hat sich das Bundesland in den vergangenen Jahren zwar gut entwickelt, liegt aber noch etwas unter dem ostdeutschen Durchschnitt. Dafür gibt es derzeit einige sehr gute Nachrichten aus dem Tourismus und dem Schiffsbau. mehr auf iwd.de

Jochen Pimpertz in der Bilanz
Gastbeitrag, 18. August 2016

Jochen Pimpertz in der Bilanz Das falsche InstrumentArrow

Die SPD schlägt Freibeträge in der Sozialversicherung vor, um Haushalte niedrigen und mittleren Einkommens zu entlasten. Die Idee setze nicht an der richtigen Stelle an, schreibt Jochen Pimpertz, IW-Experte für Sozialpolitik, in der Bilanz. mehr