Die Bundesregierung hat in Verbindung mit dem Erdbeben in Fukushima und dem damit verbundenen Reaktorunglück den endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Zusammen mit dem bis vor das Jahr 2000 zurück reichenden Beschluss, die Stromversorgung auf erneuerbarer Energien umzustellen bilden diese Entscheidungen die maßgeblichen Weichen für die sogenannte Energiewende. Daran schließen sich eine Reihe von Herausforderungen an, die in der einen oder anderen Weise von der Bundesregierung in ergänzende Ziele übersetzt worden sind.

Fünf Jahre liegen die Ereignisse um Fukushima, denen der Kernenergieausstieg folgte, nun zurück. Die verbleibenden acht Kernkraftwerke, die zuletzt rund 14 Prozent des hiesigen Stroms erzeugten, werden in den nächsten Jahren vom Netz gehen. Die größten Herausforderungen stehen uns damit noch bevor: Mit Auslaufen der Jahre 2021 und 2022 werden nochmals Kapazitäten in der Größenordnung der Sofortstilllegungen 2011 vom Netz gehen. Die vorliegende Kurzexpertise hat aus diesem Anlass wesentliche Ziele, die teilweise notwendige Rahmenbedingungen zum Gelingen der Energiewende beschreiben, untersucht. Sie bedient sich dafür einer Indikatorik, die soweit möglich den Zielpfad der Energiewende seit dem Jahr 2000 und den ersten Zwischenzielen 2020 definiert und auf den aktuellen Stand bezieht. Vergleichend wird hier auch 2011, das Jahr des Kernenergieausstiegs, mitbetrachtet.

IW-Report

Esther Chrischilles / Hubertus Bardt: Fünf Jahre nach Fukushima – Eine Zwischenbilanz der Energiewende

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EEG-Reform
IW-Nachricht, 8. Juli 2016

EEG-Reform Ein bisschen mehr MarktArrow

Der Bundestag hat die Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) verabschiedet. Ab 2017 wird nicht mehr jedes Windrad und jede Solaranlage gefördert. Stattdessen müssen sich die Betreiber auf die Förderung bewerben. Das hat Vorteile, geht jedoch nicht weit genug. mehr

Gutachten
Gutachten, 7. Juli 2016

Cornelius Bähr / Roman Bertenrath / Thilo Schaefer Wirtschaftliche Folgen des neuen Widerrufrechts im HeizölfernabsatzArrow

In dem Gutachten für den UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen untersuchen die IW-Forscher, wie sich eine Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs auf den Heizölmarkt auswirkt und inwiefern wirtschaftlich Risikopotential durch das Urteil entstanden ist. mehr

20. Juni 2016

Recycling Deutschland ist Europameister in der WiederverwertungArrow

Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket soll in den Mitgliedsstaaten dafür sorgen, dass künftig weniger Müll produziert und mehr Abfälle recycelt werden. Deutschland ist mit seiner langen Recyclingtradition und seinen weltweit führenden Recyclingtechnologien gut darauf vorbereitet. mehr auf iwd.de