Die Eurokrise hat sich seit dem Sommer 2011 dadurch zugespitzt, dass der Finanzmarkt Italien und Spanien sowie viele europäische Banken wesentlich kritischer beurteilte und seine Kapitalzufuhr deutlich drosselte. Ein Grundproblem dabei ist, dass Italien so groß ist, dass es für die verbleibenden Eurostaaten „too big to save“ ist. Viele der diskutierten Krisenmaßnahmen und Forderungen berücksichtigen dieses Problem jedoch nicht ausreichend. Auch die derzeit diskutierte Aufstockung des ESM muss aus diesem Blickwinkel beurteilt werden.

IW policy paper

Jürgen Matthes: Maßnahmen gegen die Euro-Schuldenkrise auf dem Prüfstand - Warum im Sommer 2011 alles anders wurde
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Italiens Banken nach Referendum
IW-Nachricht, 5. Dezember 2016

Italien Unsicherheit kann Banken destabilisierenArrow

Die Banca Monte die Pasci di Siena, die drittgrößte Bank Italiens, muss bis zum Ende dieses Jahres einen Großteil ihrer Problemkredite ab- und Eigenkapital aufbauen. Der Ausgang des Referendums macht die Erfüllung dieser EZB-Auflage schwieriger. Andere italienische Banken stehen vor ähnlichen Problemen. mehr

5. Dezember 2016

Referendum „Italien ist ein anderes Kaliber als Griechenland“Arrow

Italien hat sich gegen eine Parlamentsreform entschieden, Ministerpräsident Matteo Renzi ist zurückgetreten. Im Interview spricht Jürgen Matthes, Leiter des Kompetenzfelds Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, über das Wahlergebnis und dessen Folgen. mehr auf iwd.de

New Skills Agenda der EU-Kommission
IW-Nachricht, 5. Dezember 2016

New Skills Agenda der EU-Kommission Image der Berufsausbildung verbessernArrow

Die Europäische Woche der Berufsbildung soll die berufliche Ausbildung attraktiver machen. Das duale Ausbildungssystem in Deutschland kann dabei insbesondere Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit als Vorbild dienen. mehr