Die Debatte über einen vermeintlichen globalen Währungskrieg ist durch die sehr expansive Geldpolitik vieler Industrieländer wieder aufgeflammt. Denn diese Politik führt zu Währungsabwertungen und damit tendenziell zu einer Verbesserung der internationalen preislichen Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft relativ zu ihren Wettbewerbern. Aus diesem Grund wiederholte der brasilianische Finanzminister Guido Mantega schon im Herbst 2012 – anlässlich des dritten Aufkaufprogramms für Staatsanleihen der US-Notenbank – seinen schon im September 2010 erhobenen Vorwurf eines globalen Währungskrieges. Jüngst hat der Schwenk des neuen japanischen Notenbankchefs Haruhiko Kuroda hin zu einer extrem expansiven Geldpolitik international viel Kritik auf sich gezogen – aus den USA und von der Europäischen Zentralbank (EZB) ebenso wie von der russischen Notenbank. In der Folge fand sich das Thema Währungskrieg auch auf der Agenda der jüngsten Tagungen der G7- und G20-Staaten. Aus Frankreich kamen im Zuge dieser Debatte bereits Forderungen nach einer aktiven Wechselkurspolitik für Europa. Dieser Beitrag hinterfragt die These vom Währungskrieg und nimmt dazu die Währungsrelationen zwischen den großen Industrieländern in den Blick.

IW policy paper

Die These vom globalen Währungskrieg und das Trilemma der internationalen Währungspolitik
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Italiens Banken nach Referendum
IW-Nachricht, 5. Dezember 2016

Italien Unsicherheit kann Banken destabilisierenArrow

Die Banca Monte die Pasci di Siena, die drittgrößte Bank Italiens, muss bis zum Ende dieses Jahres einen Großteil ihrer Problemkredite ab- und Eigenkapital aufbauen. Der Ausgang des Referendums macht die Erfüllung dieser EZB-Auflage schwieriger. Andere italienische Banken stehen vor ähnlichen Problemen. mehr

Kapitalflucht aus Italien? "Diese Ängste sind überzogen"
Gastbeitrag, 5. Dezember 2016

Jürgen Matthes auf Focus Online Kapitalflucht aus Italien? "Diese Ängste sind überzogen"Arrow

Italien steht am Scheideweg: Verliert Matteo Renzi am Sonntag das Referendum, drohen Rücktritt, Neuwahlen und eine Bankenkrise. Angeblich bringen die Italiener bereits Geld außer Landes. Doch die Interpretation ist falsch, schreibt IW-Experte Jürgen Matthes in seinem Gastkommentar für Focus Online. mehr

Renzis Blick in den Abgrund
Gastbeitrag, 5. Dezember 2016

Jürgen Matthes in der Bilanz Renzis Blick in den AbgrundArrow

Italiens Regierungschef Matteo Renzi hat das anstehende Referendum über die Verfassungsreform in Italien mit seinem eigenen politischen Schicksal verknüpft. Ein Fehler. mehr