Mit dieser Maßnahme sollen die im Jahr 2000 beschlossenen Millenniumziele vorangebracht werden. Diese sehen vor, die Zahl der Menschen, die ohne geregelte Wasserversorgung und sanitäre Anlagen auskommen müssen, bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Seitdem wurden einige Fortschritte gemacht. So stieg der weltweite Versorgungsgrad mit sanitären Anlagen von 49 auf 58 Prozent. Auch der Anteil der Menschen, die einen geregelten Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, erhöhte sich von 77 auf 83 Prozent. Dennoch bleiben noch immer 1,1 Milliarden Menschen ohne adäquate Trinkwasserversorgung und 2,4 Milliarden ohne Zugang zu sanitären Einrichtungen.Ein großes Problem stellt die Finanzierung der Erschließung in den Entwicklungsländern dar. Experten schätzen den jährlichen Investitionsbedarf auf 30 Milliarden Dollar. Etwa 3 Milliarden Dollar werden als Hilfen von den Indus­trieländern bereitgestellt. Die Restsumme übersteigt jedoch die Möglichkeiten der Entwicklungsländer bei weitem. Ein Ausweg könnte darin bestehen, die Netze in Form von Public Private Partnerships von privaten Investoren mitfinanzieren zu lassen. Diese Option ist jedoch vor allem unter den Nicht­regierungsorganisationen des Nordens äußerst unpopulär.

Links zum Artikel:

www.un.org/esa/sustdev/index.html