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Teamarbeit in Unternehmen stellt das klassische Beispiel eines sozialen Dilemmas dar. Denn die Interessen des einzelnen Mitarbeiters können andere als die seines Teams sein. Der einzelne Mitarbeiter hätte am wenigsten Arbeit, wenn er nicht kooperieren würde und darauf hofft, dass die Kollegen die Arbeit erledigten. Verhaltensökonomen fragen sich deshalb, welche Institutionen dafür sorgen, dass sich einzelne Mitarbeiter durch kooperatives Handeln an der Gemeinschaft beteiligen statt sich auf die anderen zu verlassen?

In zahlreichen Experimenten untersuchten sie Möglichkeiten, um die Kooperationsbereitschaft zu erhöhen. Dabei stellten sie fest, dass vor allem die Möglichkeit, andere zu bestrafen, die langfristige Kooperation und die Effizienz der Zusammenarbeit von Gruppen erhöht. Doch die Kosten sind nicht zu unterschätzen: die Sanktion verringert zum einen den Gewinn des Mitarbeiters, der bestraft wird und kostet zum anderen auch denjenigen etwas, der die Strafe verhängt. Aber wollen die Gruppenmitglieder von sich aus die Strafmöglichkeit überhaupt? Die Ökonomin Bettina Rockenbach und ihre Kollegen von der Universität zu Köln starteten ein Experiment, bei dem in Gruppen eingeteilte Teilnehmer 30 Mal an einem Kooperationsspiel teilnahmen. Vor jeder der 30 Runden mussten die Teilnehmer entscheiden, ob sie in einem Team mit oder ohne Sanktionsmöglichkeiten arbeiten wollten. Der individuelle Gewinn war dann am höchsten, wenn man selbst nicht arbeitete und alle anderen arbeiteten. Übertragen auf die Unternehmenswelt bildet das Kooperationsspiel also eine Teamaufgabe ab, bei der ein Anreiz besteht, die anderen Teammitglieder für einen arbeiten zu lassen.

Tatsächlich bevorzugten zu Beginn des Experimentes nur ein Drittel aller Untersuchungsteilnehmer Teams, bei denen auch sanktioniert werden durfte. Jedoch kooperierten die Teilnehmer aus Teams mit Sanktionen häufiger als die Teilnehmer aus Teams ohne Sanktionen. Ohne die Sanktion verhielt sich die Hälfte der Teilnehmer wie Trittbrettfahrer und arbeitete nicht. Ab Runde 20 bevorzugten schließlich fast alle Teilnehmer in Teams mit Sanktionsmöglichkeit (93 Prozent) zu arbeiten (Grafik). Am Ende war ihr Gewinn auch deutlich höher als in den Teams ohne Sanktionsmöglichkeiten, da dort nicht kooperiert wurde. Die richtigen Institutionen sind nicht immer auf Anhieb auch die beliebtesten, aber die ökonomischen Anreize möglicher Sanktionen konnten sich langfristig durchsetzen und eine soziale Norm etablieren.

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Trump’s success and its impact for the next elections in Europe
IW-Kurzbericht, 20. Januar 2017

Dominik Enste Trump’s success and its impact for the next elections in EuropeArrow

Donald Trump is now the 45th president of the USA. Behavioral economics can explain why he was successful even though his positions are somewhat controversial. Furthermore, his success raises critical implications for Europe’s next elections. Some of the main reasons for the success of populist politicians are explained. mehr

IW policy paper, 19. Januar 2017

Mara Grunewald / Marie Möller Sieben typische Fehler bei der GeldanlageArrow

In dieser Studie wird eine Auswahl an zentralen Denkfehlern bei der Geldanlage dargestellt, die aufgrund von begrenzt rationalem Verhalten getroffen werden. Auf Basis aktueller Studien aus der Verhaltensökonomik wird erklärt, wieso sich Anleger häufig falsch verhalten und was sie dagegen tun könnten. mehr