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Das Leitthema der diesjährigen Preisverleihung „Die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen“ orientiert sich an der aktuellen Debatte um Unternehmer- und Unternehmensverantwortung sowie um Corporate Social Responsibility und Corporate Citizenship. Bereits der Namensgeber des Preises, Max Weber, hat erkannt: „Gesinnungsethik und Verantwortungsethik [sind] nicht absolute Gegensätze, sondern Ergänzungen, die zusammen erst den echten Menschen ausmachen.“ (in: Politik als Beruf, 1992). Es bedarf zudem einer Vernetzung der individuellen Eigenverantwortung und der gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber allen Mitgliedern dieser Gesellschaft. Diese Meinung teilen inzwischen auch viele Unternehmer. Dementsprechend engagieren sich über neunzig Prozent der großen deutschen Unternehmen über das Kerngeschäft hinaus für soziale, ökologische und gesellschaftliche Ziele. Dieses über den „Business Case“ hinausgehende Engagement wird auch von der Bundesregierung unterstützt. Mit dem „Aktionsplan CSR“ zur nationalen CSR-Strategie unterstützt sie die Unternehmensverantwortung und will sie als Bestandteil der sozialen und ökologischen Marktwirtschaft etablieren und so eine stärkere Verankerung des CSR-Gedanken in Unternehmen fördern.

Da die Verantwortung für das Thema „CSR“ beim Arbeits- und Sozialministerium liegt, wird in diesem Jahr die Festrede von Frau Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, gehalten. „Vorsicht, Klumpenrisiko! Ein neuer Blick auf alte Strukturen“ lautet der Titel ihres Vortrages und man darf gespannt sein, was sich dahinter verbirgt. Die Sicht der Industrie wird Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V., unter dem Titel „Verantwortung der Wirtschaft“ verdeutlichen.

Doch nicht nur auf zwei anregende Vorträge können sich die Gäste der Max-Weber-Preis-Verleihung freuen. Gleichermaßen spannend ist auch in diesem Jahr wieder die Frage, welche Nachwuchswissenschaftler das Kuratorium in den drei Kategorien als Preisträger auszeichnen wird. Alleine für den Forschungspreis galt es aus insgesamt elf Dissertationen und einer Diplomarbeit jene Arbeit auszuwählen, die sich nicht nur mit dem Thema der Unternehmerverantwortung beziehungsweise einem verwandten Themengebiet beschäftigt, sondern auch eine fundierte Argumentation, empirische Grundlage und großen Innovationsgeist aufweist. In diesem Jahr war die Entscheidung aufgrund der Vielzahl der sehr guten Arbeiten nicht leicht, schließlich warten auf den Preisträger neben den 5.000 Euro auch eine entsprechende Anerkennung in Wissenschaft und Wirtschaft. Auch die Gewinner des Schul- und Lehrbuchpreises (2.500 Euro) sowie des mit 1.500 Euro prämierten Ausbildungspreises werden am 26. April 2012 ausgezeichnet. Letzterer wird an Schüler, Auszubildende oder Studenten vergeben, die sich beispielsweise im Rahmen einer Hausarbeit mit einem unternehmens- oder wirtschaftsethischen Thema auseinandersetzen.

Wir laden sie recht herzlich zur diesjährigen Max-Weber-Preis-Verleihung am 26. April 2012 in der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ein. Melden Sie sich bitte rechtzeitig an, da nur eine begrenzte Zahl an Plätzen zur Verfügung steht. Weitere Informationen sowie Anmeldeformulare finden Sie im Internet unter www.wirtschaft-und-ethik.de.

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