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Corprate Social Responsibility (CSR), Nachhaltigkeit und werteorientierte Unternehmensführung sind nicht nur Themen für „Liebhaber oder Asketen“ -ganz im Gegenteil: Wirtschafts- und unternehmensethische Inhalte erfreuen sich eines zunehmenden Interesses bei Studierenden und Unternehmen. So hat das studentische Netzwerk für Wirtschafts- und Unternehmensethik sneep 2009 in einer Online-Umfrage unter 3.395 Studierenden in Deutschland ermittelt, dass sich 66 Prozent der Studierenden Unternehmensethik als Pflichtfach wünschen. Masterstudierende halten zu 68 Prozent ein Umdenken in der Management-Ausbildung für notwendig und fordern mehr Veranstaltungen zur sozialen Verantwortung, Ethik und Nachhaltigkeit. Dies zeigt eine MBA- Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2010, in der 74 Prozent der Befragten Corporate Social Responsibility und 67 Prozent Lehrinhalte zu ethischen und nachhaltigen Perspektiven des Wirtschaftens als notwendige Studieninhalte als wichtig erachten. Die Unternehmen teilen diese Einschätzungen und fordern sogar zu 90 Prozent ein Pflichtfach „Wirtschafts- und Unternehmensethik“. Das ergab eine Unternehmensbefragung der IW Consult im Jahr 2011. Das Studien- und Seminarangebot zu diesen Inhalten ist jedoch ausbaufähig. Eine Übersicht über die Angebote in NRW bietet dazu der CSR Atlas (www.csr-atlas.de).

Auf das lückenhafte Lehrangebot reagierte nun das IW Köln mit der IW Akademie, die in Kooperation mit der Universität zu Köln, der Fachhochschule Köln und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg offiziell gegründet wurde. Die Kooperationspartner forschen an den Schnittstellen von Wirtschaftsethik, Psychologie und Ökonomik und werden künftig verstärkt gemeinsame Projekte bearbeiten. Basierend auf den Forschungsaktivitäten der Institute bietet die IW Akademie ab 2013 erstmals das Executive Education Seminar „Gewinnen mit einer erfolgs- und werteorientierten Führung“ an. Ab 2014 ist zudem ein berufsbegleitender Masterstudiengang geplant. Die Besonderheit der Schulungsangebote der IW Akademie liegt in der Verknüpfung verschiedener Wissenschaftsdisziplinen, die eine fächerübergreifende Betrachtung menschlichen Verhaltens im wirtschaftlichen Kontext ermöglicht.

In erster Linie geht es darum, die meist konfliktbehaftete Betrachtung von unternehmerischem Gewinnstreben und moralischen Anliegen der Gesellschaft zu überwinden, um systematisch Win-win-Potenziale erkennen zu können. Einen ersten Schritt in diese Richtung sehen die Gründungsprofessoren in der Sensibilisierung von Führungskräften und Managern durch die Reflexion des eigenen Handels in Verbindung mit neuesten Erkenntnissen aus der Forschung. „Wir wollen wissenschaftlich fundierte und zugleich anwendungsbezogene Wege zur Lösung von Zielkonflikten zwischen Gewinn und Gewissen aufzeigen“, so Dominik Enste, Geschäftsführer der IW Akademie.

Zur Website der IW Akademie

Ansprechpartner

CSR Nachhaltigkeitsberichte
IW-Nachricht, 8. Dezember 2016

Corporate Social Responsibility Tue Gutes und schreibe darüberArrow

Viele Unternehmen engagieren sich freiwillig für Umwelt und Gesellschaft. Nun werden größere Betriebe dazu verpflichtet, Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen. Ob diese helfen, das Engagement voranzutreiben, ist allerdings fraglich. Denn Interessenskonflikte werden dadurch nicht gelöst. mehr

IW policy paper
IW policy paper, 1. Dezember 2016

Theresa Eyerund / Marie Möller Unternehmen im Spannungsfeld der StakeholderansprücheArrow

Diese Publikation analysiert, wie private und staatliche Maßnahmen und Forderungen in Bezug auf das unternehmerische Engagement zu bewerten sind. Die Basis dafür bietet eine Analyse, wie sich Unternehmen im Spannungsfeld der Stakeholderinteressen engagieren können, in welchen Bereichen und in welchem Umfang sie das tun sollten und umsetzen und wie das Engagement innerhalb der Unternehmen organisiert und bewertet wird. mehr

1. September 2016

Ernährung Gesundheitsbewusste BundesbürgerArrow

Ziemlich genau die Hälfte der Bundesbürger gibt an, „stark“ oder sogar „sehr stark“ auf eine gesundheitsbewusste Ernährung zu achten. Dabei gibt es jedoch große regionale Unterschiede. mehr auf iwd.de