Mit unterschiedlichem Erfolg klagten Einwohner verschiedener deutscher Großstädte gegen die gemessenen Feinstaubkonzentrationen, die in den ersten Monaten des Jahres die vorgegebenen Grenzwerte häufiger überschritten als es die neue EU-Richtlinie erlaubt. Im Straßen-verkehr sah die Umweltpresse den entscheidenden Verur-sacher für die Schwebepartikel. Die Maßnahmen zur Lösung dieses Problems sollten nach den Vorstellungen der Journalisten hier ansetzen. (Siehe hierzu den Bericht auf der nächsten Seite.)
Ergänzt wurde die Diskussion im Themenbereich Verkehr durch die mittlerweile eingeführte Maut für schwere Lkws. Dabei wurde unter anderem darüber gestritten, ob sich das Mautprellen wegen einer zu geringen Kontrolldichte rechne. Weitere Berichte beschäftigten sich mit neuen, besonders schweren Lkws: Fahrzeuge bis zu 60 Tonnen Gesamtgewicht könnten in Zukunft auf der Straße zu finden sein.
In der Umweltpresse wurde eingehend diskutiert, wie sich der für wahrscheinlich gehaltene Regierungswechsel in Berlin auf Windenergie und Co. auswirkt (siehe erste Seite). Die alternativen Energien verlassen zurzeit ihre ökologische Nische: einerseits gibt es Interessensbekundungen aus China, andererseits wurden entsprechende Geschäftsfelder bei den etablierten Energiekonzernen eingerichtet. Manche neue technische Idee wird von der Presse wie ein Geheimtipp behandelt.
Unerwartet schnelle Fortschritte macht die Stammzellenforschung. Allen voran gehen hierbei Forscher aus Südkorea. Etwas geringere Aufmerksamkeit innerhalb des Themenbereichs der Bio- und Gentechnologie fanden Lücken bei der Kontrolle gentechnisch veränderte Maissaaten. Die Produktkritik befasste sich erneut mit Nahrungsmitteln und mit Erzeugnissen zur Körperpflege.
Viele Meldungen gab es im Bereich der Klimaforschung, die vermehrt eine historische Perspektive einnahm. Aktuelle Hintergründe hatten hingegen Berichte über den an der Leipziger Energiebörse zuletzt erreichten Preis von über 25 Euro für die Emission einer Tonne CO2.
In der breiten Themenpalette des Tier- und Artenschutzes wurde das Jagdrecht unter die Lupe genommen. Ein anderer Blick richtete sich auf die Nistplätze heimischer Vogelarten. Die Chemie geriet beim Thema Umwelt und Gesundheit in die Kritik. Ihr wird vorgeworfen, Berufskrankheiten etwa bei Landwirten und bei Reinigungskräften zu verursachen.