Sorgen auch um die deutschen Urlauber unter den über 300.000 Flutopfern kennzeichneten die frühen Reaktionen auf das verheerende Seebeben vor der Küste Indonesiens. Über die ungewöhnlich große Spendenbereitschaft und über Hilfen vor Ort wurde umfangreich berichtet. Effektive Warnsysteme wurden gefordert. Hinzu kamen viele Deutungsversuche, die eine zukünftig wachsende Bedrohung durch Naturkatastrophen vorhersagen.

Zu Jahresbeginn wurde auf deutschen Autobahnen die Lkw-Maut erfolgreich eingeführt. Rufe nach einer Ausweitung auf weitere Strecken und Fahrzeuge wurden laut. Andere Artikel informierten über Hybridantriebe, unter anderem in Fahrzeugen von US-Herstellern. Einseitig auf die Automobilindustrie konzentrierte sich die Diskussion um die Feinstaubrichtlinie der EU. Insbesondere wurden Par­tikelfilter für Dieselfahrzeuge als Lösungsweg diskutiert, um in Zukunft die festgelegten Grenzwerte einhalten zu können.

Unter vielen energiepolitischen Fragen zogen Offshore-Windparks die größte Aufmerksamkeit auf sich. Dabei war die Berichterstattung oft durchaus kritisch. Weitere Themen waren der nötige Netzausbau für die Einspeisung alternativer Energien und die hierbei zu erwartenden Kosten.

Dem Thema Bio- und Gentechnologie gaben Pro und Contra zu Vaterschaftstests durch DNA-Analysen und ihre Verwertbarkeit vor Gericht ein neues Gesicht. Zudem wurde über die Patentierbarkeit von gentechnischen Entwicklungen gestritten.

Im Februar trat das Kyoto-Protokoll zur Senkung der CO2-Emissionen in Kraft. Dies war in praktisch allen Medien Anlass genug, den Stand des Klimaschutzes zu thematisieren. Insgesamt schrieben die Umweltjournalisten wieder mehr über Ergebnisse der Forschung zum Klimawandel als über mögliche Wege zum Klimaschutz.

Ein Randthema war die Biodiversität. Auch wenn beim Tier- und Artenschutz in erster Linie bedrohte Tierarten genannt wurden – über 7.000 der bekannten Arten sollen es sein –, so wurde auch der Umgang mit wieder angesiedelten Wildtieren besprochen.