Hurrikan Katrina sorgte auch für den Ausfall von Raffineriekapazitäten und damit zu einer spürbaren Anspannung auf dem Erdölmarkt. Dadurch wurden Themen wie die Beimischung von Biokraftstoffen oder die Entwicklung von Fahrzeugen mit Hybridantrieb populärer. Entsprechende Fahrzeuge gab es auf der Internationalen Automobilausstellung im September zu sehen.Nicht allein die deutlich gestiegenen Ölpreise hielten die Energiepolitik in Atem. Staat und Industrie stritten mit den Versorgern darüber, wer für die steigenden Energiepreise verantwortlich ist. Dabei wurde die Bindung des Gaspreises an den Ölpreis in Frage gestellt. Die Gerichte dürften nun entscheiden, ob das Bundeskartellamt die vereinbarten Laufzeiten der Lieferverträge zwischen Energieversorgern und Stadtwerken für nichtig erklären darf. Weitere Meldungen hatten den Bau einer neuen Pipeline durch die Ostsee für russisches Erdgas zum Inhalt. Auf der Seite der Alternativenergie fanden dagegen besonders Offshore-Windparks das Interesse der Medien. Im Vorfeld der vorgezogenen Bundestagswahl stellten Umweltjournalisten die Frage, welche Veränderungen bei der Förderung eneuerbarer Energien und bei den Restlaufzeiten der deutschen Kernkraftwerke von einer unionsgeführten Regierung zu erwarten sind.Zu Beginn des vergangenen Quartals wurde die klimapolitische Diskussion durch das Klimabündnis der Nicht-Unterzeichner des Kyoto-Protokolls USA und Australien mit den Schwellenländern Indien, China und Südkorea geprägt. Ferner wurde über die Absicht der Bundesregierung berichtet, die Fußballweltmeisterschaft 2006 unter dem Titel „Green Goal“ durch Ausgleichsmaßnahmen klimaneutral zu gestalten.Auch in der veränderten Themenlandschaft gab es viele Meldungen zur Produktkritik und zum Tier- und Artenschutz. Die Produktkritik richtete sich auf Artikel des täglichen Gebrauchs. Dagegen standen beim Tier- und Artenschutz erneut Fangmethoden und die fortschreitende Überfischung der Weltmeere in der Kritik.