Effizienzsteigerungen sind schon seit Jahren eine Daueraufgabe für die Wirtschaft. Der neue IW-Umwelt-Effizienz-Indikator zeigt, dass Deutschland mit einem 7. Platz international gut dasteht.

Die Reduktion der Umweltbeanspruchung im Rahmen des gesamtwirtschaftlichen Produktionsprozesses ist ein wesentlicher Faktor für die Vereinbarkeit von ökonomischen und ökologischen Zielen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass vorhandene Effizienzreserven immer stärker genutzt wurden und heute ein sehr viel geringerer Umweltverbrauch notwendig ist, um eine Einheit Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu erzeugen, als noch Anfang der neunziger Jahre. Dies gilt für Größen wie den Flächen- und Energieverbrauch, den Rohstoffdurchsatz und den Wasserverbrauch.

Umwelteffizienz
Umwelteffizienz

Mithilfe des IW-Umwelt-Effizienz-Indikators soll ein vergleichender Überblick über den effizienten Umgang mit Umweltressourcen in 30 Ländern gegeben werden. Dabei handelt es sich um 25 europäische Länder sowie die USA, Kanada, Japan, Australien und Neuseeland.Der IW-Umwelt-Effizienz-Indikator gliedert sich in die drei Kategorien Wassereffizienz, Lufteffizienz und Energieeffizienz. In die Berechnungen gehen dabei der Wasserverbrauch, Emissionen von Treibhausgasen, Stickoxiden, Schwefeldioxid und Feinstaub sowie der Energieverbrauch im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt ein.

Irland kann nach den Ergebnissen des IW-Umwelt-Effizienz-Indikators als das Land identifiziert werden, das hinsichtlich eines effizienten Umgangs mit der Umwelt am weitesten fortgeschritten ist. Eine wichtige Rolle spielen hier die zuletzt deutlich gewachsene Wirtschaftskraft, die hohe Investitionstätigkeit und die damit einhergehende Modernisierung und Effizienzsteigerung der Wirtschaft. Als einziges Land findet sich Irland in allen drei Teilindikatoren unter den fünf besten Ländern wieder.

Weitere Länder in der Spitzengruppe sind die Schweiz, Dänemark, das Vereinigte Königreich und Österreich. Die Schweiz ist in allen drei Teilkategorien einheitlich gut vertreten, Dänemarks Qualitäten liegen vor allem in den Bereichen Energie- und Wassereffizienz. Das Vereinigte Königreich nimmt den Spitzenplatz in der Wassereffizienz ein, Österreich ist besonders in der Wasser- und Lufteffizienz stark. Italien befindet sich mit hervorragenden Werten für die Energie- und Lufteffizienz auf dem 6. Platz im Gesamtranking, nur die Wassereffizienz ist hier deutlich schlechter als in anderen Industrienationen.

Deutschland erreicht im IW-Umwelt-Effizienz-Indikator den 7. Platz unter den 30 beobachteten Ländern. Der Gesamtwert von 89,8 Punkten setzt sich dabei aus drei recht eng beieinanderliegenden Einzelergebnissen zusammen:

  • Beim Teilindikator Wassereffizienz steht Deutschland mit 91,7 Punkten auf Platz 15.
  • Beim Teilindikator Lufteffizienz erreicht Deutschland mit 92,1 Punkten den 7. Platz.
  • Beim Teilindikator Energieeffizienz wird mit 85,2 Punkten der 11. Platz erzielt.

Damit gehen Wirtschaft, Haushalte, öffentliche Hand und der Verkehrssektor effizienter mit Umweltressourcen um als eine Reihe anderer wichtiger Wettbewerbsländer.

Deutlich schlechter sieht die Situation nicht nur in den Transformationsstaaten wie Bulgarien und Rumänien aus, sondern auch in einigen anderen Industrieländern. So fin-den sich die USA nur auf Platz 23 wieder, Australien und Kanada nehmen die Plätze 26 und 27 ein. Australien zeigt besonders schlechte Ergebnisse im Bereich der Lufteffizienz. Die beiden nordamerikanischen Staaten divergieren vor allem bei der Energieeffizienz. Hier erreichen die USA den 20. Platz, während Kanada auf dem 28. Rang steht.