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Regelmäßig zum Jahresende steigt die Spendenbereitschaft spürbar an. Sowohl im Dezember 2012 als auch im Dezember 2011 spendeten die Deutschen mehr als 1 Milliarde Euro – mehr als doppelt so viel wie in den übrigen Monaten (Abbildung). Das Spendenverhalten hängt vor allem vom Einkommen ab: 50 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von mehr als 60.000 Euro pro Jahr spendeten einen Teil ihres Geldes. Personen mit einem Jahreseinkommen von weniger als 20.000 Euro spendeten deutlich seltener, aber immerhin noch in 15 Prozent der Fälle.

Über den Spendenzweck sind sich die Deutschen relativ einig. Besonders umfangreich unterstützten sie im Jahr 2012 die humanitäre Hilfe (74 Prozent). Einen geringeren Stellenwert hatten die Kultur- und Denkmalpflege (8 Prozent), der Tierschutz (6 Prozent) und der Umweltschutz (4 Prozent).

Weihnachten im Schuhkarton

Neben klassischen Geldspenden stoßen auch Mitmachaktionen wie „Weihnachten im Schuhkarton“ auf große Resonanz. Für die Aktion des Berliner Vereins „Geschenke der Hoffnung“ sammeln die Mitglieder Schuhkartons, die mit Geschenkpapier beklebt und mit vielen schönen Dingen bepackt werden: etwa mit Spielzeug, Schulsachen, Süßigkeiten, Kleidung und Hygieneartikeln. Die gesammelten Schuhkartons werden beispielsweise im Kosovo, in der Mongolei und in Palästina an arme Kinder verteilt. In diesem Jahr können sich 491.771 Kinder über die Geschenkkisten freuen.

Spenden leicht gemacht

Immer häufiger spenden die Menschen auch im Internet. Onlinespenden verursachen weniger Verwaltungskosten und haben den Nebeneffekt, dass die Spender ihre gute Tat etwa auf Facebook leicht anderen mitteilen können – getreu dem Motto „Tue Gutes und spreche darüber“. Doch egal auf welchem Wege die Leute spenden – eines scheint sich zu bewahrheiten: „Geben ist seliger denn nehmen“. Spenden steigert die Lebenszufriedenheit – unabhängig vom Einkommen. Soziale Ausgaben korrelieren eindeutig mit höherem Glücksempfinden. Insofern lässt sich Glück also doch kaufen – vorausgesetzt, man gibt das Geld für andere aus.

Damit jeder die für ihn passende Art zu Spenden findet, gibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen Auskünfte über einzelne Organisationen und vergibt ein Spendensiegel. Dieses bestätigt unter anderem, dass die entsprechende Organisation transparent arbeitet und einen Verwaltungskostenanteil von weniger als 35 Prozent hat.

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19. September 2016

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Der Image-Schaden hält sich in Grenzen
Gastbeitrag, 19. Mai 2016

Michael Hüther auf Xing Der Image-Schaden hält sich in GrenzenArrow

Die Bundesrepublik zählt zu den beliebtesten Ländern der Welt. Daran ändern auch Pegida, der DFB-Skandal und die VW-Affäre nichts, schreibt Michael Hüther auf xing.com. Das Ausland nehme Deutschland weiterhin als Vorbild wahr. Außerdem wandle sich die Gesellschaft schneller als oft angenommen. mehr