Die schwächste Variante, der so genannte Microhybrid, nutzt Bremskraftrückgewinnungssysteme, um die Autobatterie im Fahrbetrieb zu laden. Dieses System ist verhältnismäßig leicht zu bauen und preiswert. Die zweite Kategorie ist der Mildhybrid. Bei diesem Konzept wird der Verbrennungsmotor durch ein kleineres elektrisches Antriebssystem ergänzt. Der kleine Elektromotor unterstützt den eigentlichen Motor beim Anfahren oder bei Vollgasfahrten, kann aber das Fahrzeug nicht alleine bewegen. Die dritte Variante ist der Vollhybrid. Vollhybride sind in der Lage, sich alternativ auch mithilfe eines Elektroantriebes fortzubewegen. Je stärker der Elektroantrieb ausgelegt wird, desto schwerer wird auch das Fahrzeug, was wiederum den Spritverbrauch steigert. Dieser Trade-off führt dazu, dass die Vollhybride besonders große Verbrauchseinsparungen im Stadtverkehr erreichen, während Mild- und Microhybride ihre Stärken eher bei Überlandfahrten ausspielen können.

Ob eines dieser Hybridkonzepte geeignet ist Treibstoff zu sparen, hängt also vor allem vom jeweiligen Einsatz des Fahrzeuges ab. Wer viel im innerstädtischen Stop-and-go- Verkehr unterwegs ist, kann mit einem Vollhybrid viel Benzin sparen. Taxis oder in der City-Logistik eingesetzte Transporter sind hierfür die Paradebeispiele. Für den Autofahrer, der auch einige Zeit auf der Autobahn zubringt, sind Mild- und Microhybride besser geeignet. Bei höheren Anteilen von Überlandfahrten kann ein Dieselmotor ähnliche Verbrauchsmengen erzielen wie die Hybride. Von daher muss ein Kunde genau abwägen, ob sich ein Hybrid wirklich rechnet, denn diese Fahrzeuge sind in der Herstellung deutlich teurer als konventionelle Fahrzeuge. Bislang sind nur relativ wenige Hybridmodelle auf dem Markt. Allerdings wurden im September auf der Internationalen Automobilausstellung zahlreiche Fahrzeuge gezeigt, die in den nächsten Jahren angeboten werden sollen. Somit spricht einiges dafür, dass die Verbreitung des Hybridantriebes in absehbarer Zeit steigen wird. Mit einem geschätzten Absatzpotenzial von 5 Prozent in den USA im Jahr 2008 kann der Hybrid gerade in diesem traditionellen Hochverbrauchsland zu Einsparungen an Treibstoff führen.