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Um den Klimawandel zu begrenzen, sollen möglichst viele Treibhausgasemissionen eingespart werden. Leichter gesagt als getan, denn wirksamer Klimaschutz kann nur unter internationalen Anstrengungen gelingen. Doch seit 1992, als unter dem Dach der UN die sogenannte Klimarahmenkonvention verabschiedet wurde, können sich nur wenige Staaten für verbindliche Einsparziele erwärmen.

So fällt auch die weltweite Klimaschutz-Bilanz eher gemischt aus: Insgesamt sind die CO2-Emissionen in den letzten 10 Jahren um 30 Prozent gestiegen, in China haben sie sich mehr als verdoppelt und auch in Indien legten sie um 85 Prozent zu. In den USA und der EU wurden hingegen jeweils rund 10 Prozent weniger emittiert.

Mit Blick auf 2020 wollte man eigentlich mehr Länder beim globalen Klimaschutz zum Mitmachen bewegen. Kopenhagen, Cancun, Durban - auf keinem der jährlich stattfindenden Klimagipfel konnten sich die Staaten auf ein ordentliches Abkommen verständigen. Der Minimalkonsens in Doha 2012: Das Kyoto-Protokoll wird verlängert (Kyoto II)- mit starken Erosionstendenzen. Die verbleibenden Staaten stehen nur noch für rund 13 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.

Seit 2005 hat China die USA als Top-Emittent überholt. Beide Länder zusammen machen rund 44 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes aus. Es folgen Indien, Russland und Japan, die für weitere 15 Prozent stehen. Alle blicken daher nach Paris. Minderungszusagen kursierten bislang
zumindest von China und den USA. Die USA wollen ihre Emissionen bis 2025 um 26 bis 28 Prozent gegenüber 2005 reduzieren. Das entspricht etwa 14 bis 16 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990. China will absolute Reduktionen erst ab dem Jahr 2030 zusagen. Zwar haben sich damit zwei wichtige Emittenten erstmals zum Klimaschutz bekannt, die Ziele machen aber deutlich: Auf eine einheitliche Form und Bemessung der Vertragsziele konnte man sich bisher nicht einigen. Bis Ende März sollte jedes Land formfrei melden, was es gegen den Klimawandel zu tun gedenkt. Von den großen Emittenten haben bislang nur die USA, Russland und die EU ihre Ziele schriftlich bestätigt.

Unter dessen verkämpft sich Deutschland innerhalb seiner Landesgrenzen. Bis 2020 sollen 40 Prozent weniger CO2-Emissionen ausgestoßen werden als noch 1990. Weil nach heutigem Stand aber nur ein Abbau um 32 bis 34 Prozent realistisch ist, hat das Bundesumweltministerium eilig ein zusätzliches Aktionsprogramm erstellt. Demnach soll auch der Stromsektor weitere 22 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Viel bringen tut das nicht: Die Emissionen in der Stromerzeugung sind über den Emissionshandel bereits gedeckelt. Jede Tonne Treibhausgas, die Betriebe in Deutschland einsparen, wird anderswo in der EU wieder hinausgepustet. Für den Stromkunden würde es vorrausichtlich trotzdem teurer, denn statt günstigeren Kohlekraftwerken würden teurere Technologien zum Einsatz kommen.

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