Entscheidender war allerdings ein anderes Resultat: Erstmals verständigte sich die Staatengemeinschaft darauf, bis zum Jahre 2009 ein neues Klimaschutzabkommen auszuhandeln, das dem im Jahr 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll nachfolgen soll. Damit soll erreicht werden, dass die Treibhausgasemissionen bis Mitte des Jahrhunderts deutlich sinken, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Neu ist, dass sich auch die Schwellen- und Entwicklungsländer bereiterklärt haben, selber Maßnahmen zur Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes zu ergreifen. Nach langen und zähen Verhandlungen haben auch die USA dem neuen Verhandlungsmandat zugestimmt. Allerdings wurden hierbei auf Druck der USA noch keine konkreten Zahlen aufgenommen, die festlegen, wie stark die Treibhausgasemissionen tatsächlich gesenkt werden müssen. Indirekt gibt es allerdings doch einen Hinweis auf die Höhe der notwendigen Reduzierungen. In einer Fußnote des Abschlussdokuments wird auf die entsprechenden Stellen aus dem Bericht des Weltklimarats (IPCC) verwiesen, an denen von notwendigen Reduktionen um 25 bis 40 Prozent bis 2020 die Rede ist. Ein positives Ergebnis Ende 2009 ist damit allerdings noch keineswegs vorherbestimmt. Ob ein neues Abkommen tatsächlich zu Stande kommt und wie dieses aussehen könnte, wird sich in den nächsten zwei Jahren zeigen.

Wie einzelne Länder in Bezug auf den Ausstoß von Treibhausgasen bisher dastehen, kann im Internet auf der interaktiven „Weltkarte der Klimapolitik“, herausgegeben von econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V., herausgefunden werden. Hier kann man unter anderem erfahren, wie hoch die CO2-Emissionen in einzelnen Ländern sind, wer die meisten Treibhausgase pro Einwohner in die Luft bläst, wer das Kyoto-Protokoll ratifiziert hat oder auch welche Bestimmungen es in Bezug auf die Förderung erneuerbarer Energien in den einzelnen Ländern gibt. All diese Daten lassen sich auch grafisch auf einer Weltkarte darstellen.

www.weltkarte-der-klimapolitik.econsense.de

www.bmu.de/klimaschutz/internationale_klimapolitik/13_klimakonferenz/doc/40146.php