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Nur 4,9 Prozent der Unternehmen glauben, dass sich die Finanzierungskonditionen im Jahr 2016 verschlechtern werden, knapp 84 Prozent erwarten gleich gute Konditionen und sogar 11,4 Prozent glauben an eine weitere Verbesserung. Diese Erwartung fußt sicherlich auf den Ankündigungen der EZB, die Zinsen durch den Kauf von Anleihen weiter niedrig zu halten. Eine Zinswende in der Eurozone ist daher im nächsten Jahr nicht zu erwarten, auch wenn die Federal Reserve in den USA die ersten Schritte in Richtung Zinserhöhung unternimmt. Allerdings zeigt eine noch nicht veröffentlichte Studie des IW Köln, dass die Banken zunehmend unter Druck stehen und gerade kleinere Unternehmen, wie sie in der Immobilienwirtschaft vorherrschend sind, immer mehr Dokumentationspflichten erfüllen müssen. Hinzu kommen immer strengere Anforderungen an die Sicherheiten. Gründe hierfür finden sich in den schärferen Vorgaben der Aufsicht und den Regulierungen durch Basel III, wodurch sich die Kreditvergabe verteuern wird. Besonders die gestiegenen Eigenkapitalanforderungen sowie die Liquiditätspflichten belasteten die Bankbilanzen. Inwieweit Banken ihre Kosten in Form von Zinserhöhungen an die Kunden im Wettbewerb weitergeben können, ist derzeit noch offen, aber in jedem Fall werden sie in der Finanzierung wählerischer werden - und manche Bank wird die Kreditvergabe angesichts hoher Eigenkapitalforderungen auch (noch weiter) reduzieren.

Trotz des niedrigen Zinsniveaus sollte die gute Immobilienkonjunktur, die sich u. a. in der Erwartung weiter steigender Mieten und Preise zeigt, daher genutzt werden, um die Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung weiter zu stärken. Schließlich erlaubt eine hohe Eigenkapitalbasis eine größere Unabhängigkeit von Banken und verbessert zudem die Verhandlungsposition bei der nächsten Prolongation.

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Immobilienwirtschaft erwartet mehr ausländische Investoren
IW-Kurzbericht, 16. September 2016

Michael Voigtländer Immobilienwirtschaft erwartet mehr ausländische InvestorenArrow

Die Geschäftslage der deutschen Immobilienwirtschaft ist weiterhin hervorragend, doch die Erwartungen trüben sich weiter ein – an eine weitere Verbesserung glauben zunehmend weniger Unternehmen. Die Stimmung hat sich insbesondere beim Handel spürbar eingetrübt. Ein Grund dafür könnte die Erwartung sein, dass als Folge des Brexits mehr ausländische Investoren in den Markt einsteigen und sich damit die Konkurrenz verschärft, was den Druck auf die Renditen weiter erhöht. mehr

Investoren fürchten Brexit-Folgen
IW-Pressemitteilung, 16. September 2016

IW Immobilien-Index Investoren fürchten Brexit-FolgenArrow

Immer weniger Immobilienunternehmen gehen davon aus, dass sich ihre wirtschaftliche Situation in nächster Zeit verbessern wird. Zwar gibt es weiterhin mehr Optimisten als Pessimisten, wie der neue IW Immobilien-Index zeigt. Doch die Umfragewerte deuten darauf hin, dass sich die deutsche Immobilienwirtschaft auf das Ende eines Booms vorbereitet – und mit Sorge nach Großbritannien blickt. mehr

"Das bringen Flüchtlinge der Wirtschaft"
Interview, 8. September 2016

Michael Voigtländer in den Ruhr Nachrichten "Das bringen Flüchtlinge der Wirtschaft"Arrow

Wenn viele Flüchtlinge kommen - was sind die Folgen? Profitiert der Arbeitsmarkt? Wie groß sind die Herausforderungen für den Wohnungsmarkt? Was bedeutet all das ganz konkret für den Kreis Unna und die Region? Ein Interview mit IW-Immobilienökonom Michael Voigtländer in den Ruhr Nachrichten. mehr