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Aktuell gilt für den Immobilienmarkt: Die gute Lage lässt die Unternehmen sehr positiv in die Zukunft blicken. Erste Zeichen deuten jedoch darauf hin, dass die Branche einen Höhepunkt erreicht hat. So erwarten 64 Prozent der Unternehmen, dass der Wert ihrer Immobilien in den nächsten zwölf Monaten steigen wird. Diesem sehr hohen Wert stehen 6 Prozent der Firmen gegenüber, die von sinkenden Preisen ausgehen (siehe Abbildung). Die Erwartungen laufen damit im Vergleich zur letzten Befragung im Juni nicht mehr so eindeutig in die gleiche Richtung. Weiterhin setzen viele Unternehmen auf Wachstum und planen, ihren Immobilienbestand in den nächsten zwölf Monaten zu vergrößern (58 Prozent). 15 Prozent geben hingegen an, ihren Immobilienbestand verringern zu wollen. Der starke Expansionskurs im Vergleich zur letzten Befragung hat sich damit geringfügig abgeschwächt.

Auch die Mieterwartungen sind nicht mehr so optimistisch wie noch vor drei Monaten. Zwar hat immer noch eine Mehrheit von 52 Prozent steigende Mieterwartungen für ihren Immobilienbestand, das sind jedoch 14 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Befragung. Bemerkenswert bleibt aber auch, dass nur 2 Prozent von niedrigeren Mieten ausgehen. Die sich dahinter verbergenden Renditeerwartungen bleiben damit auf einem sehr hohen Niveau.

Die Angaben der Projektentwickler verstärken den Eindruck, dass sich die Branche derzeit auf einem absoluten Hochpunkt befindet. Typischerweise reagieren die Projektentwickler zusammen mit der gesamten Bauwirtschaft frühzeitiger und sensibler auf konjunkturelle Veränderungen. Die Antworten der Unternehmen zeigen, dass die Erwartungen zwar immer noch sehr positiv sind, jedoch ein mittlerweile nennenswerter Anteil skeptischer wird. So geht die Mehrheit der Unternehmen (56 Prozent) auch weiterhin von konstanten Vorvermietungen und Vorverkäufen aus. Dies sind ungefähr so viele wie bei der letzten Befragung. Gleichzeitig erwarten jedoch mehr Unternehmen für die nächsten zwölf Monate sinkende Vorvermietungen und Vorverkäufe. Beim Umfang der Grundstückskäufe zeigt sich ein differenziertes Bild. Sowohl die Anzahl an Firmen, die mehr Grundstücke kaufen wollen, als auch die Anzahl an Firmen, die weniger Grundstücke kaufen wollen haben zugenommen. Diese Veränderungen verdeutlichen die unterschiedlichen Erwartungen in den verschiedenen Marktsegmenten und Standorten.

Die sehr positive Entwicklung wird weiterhin von einem sehr günstigen Finanzierungsumfeld getragen, das nicht allein auf niedrigen Zinsen beruht. So erwarten 19 Prozent zukünftig verbesserte Finanzierungsbedingungen, während nur 4 Prozent eine Verschlechterung befürchten.

22. Dezember 2016

Immobilien-Index „Wir brauchen einfachere Baustandards“Arrow

Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanz- und Immobilienmärkte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erklärt im iwd-Interview, weshalb er die Baustandards in Deutschland für zu hoch hält und warum trotz steigender Preise und Mieten keine Immobilienblase droht. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 16. Dezember 2016

Michael Voigtländer Immobilien-Index: Die Zinswende bleibt ausArrow

Neue Höchstwerte bei der Geschäftslage, aber eine weitere Eintrübung bei den Erwartungen – dies sind die Kernergebnisse des IW Immobilien-Index im 4. Quartal 2016. Ein besonderes Augenmerk wurde diesmal auf die Erwartungen der Immobilienwirtschaft mit Blick auf die Zinsentwicklung gelegt. Die Marktteilnehmer gehen überwiegend von einer Zinswende erst ab 2018 aus – die große Streuung der Antworten unterstreicht aber die hohe Unsicherheit in der Branche. mehr

IW-Trends, 22. November 2016

IW-Forschungsgruppe Konjunktur Eskalierende Unsicherheit lähmt Investitionen – IW-Konjunkturprognose Herbst 2016Arrow

Die wirtschaftliche und politische Unsicherheit hat im Jahresverlauf 2016 noch einmal deutlich zugenommen. Neben den Wachstumsproblemen in großen Schwellenländern und der noch nicht gelösten Schulden- und Strukturprobleme in Europa haben der angekündigte Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und der Wahlausgang in den USA für eine nochmals geringere Planungssicherheit in den Unternehmen gesorgt. mehr