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Der überwiegende Teil der Immobilienunternehmen geht davon aus, dass Größe ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist. Knapp 75 Prozent der Unternehmen sehen Vorteile im Einkauf und in der Finanzierung und sogar 79 Prozent stimmen der Aussage zu oder eher zu, dass Größe wichtig ist, um Portfolien zu diversifizieren. Entsprechend gehen die meisten Unternehmen davon aus, dass auch im Jahr 2016 weitere Fusionen stattfinden. Bei Wohnungsunternehmen erwarten über 85 Prozent der befragten Unternehmen, dass im Jahr 2016 gleich viele oder sogar noch mehr Fusionen stattfinden, bei Gewerbeimmobilien sind es mit knapp 80 Prozent fast ähnlich viele. Neben den Vorteilen sehen aber rund 50 Prozent der Unternehmen auch die Gefahr, dass bei großen Unternehmen die Bestände schlechter gemanagt werden. Die Frage nach der optimalen Größe von Immobilienunternehmen wird somit sicherlich zunehmend unter Investoren und Anteilseignern diskutiert werden.

Alles in allem blickt die Immobilienbranche auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurück. Mit 86,1 Punkten erreicht der Lagewert einen neuen Höchststand und ist gegenüber dem Vorquartal noch einmal um 4,6 Punkte gestiegen. Vor allem Projektentwickler und Einzelhandelsinvestoren bewerten die aktuelle Lage als besonders günstig. Überraschend wird die Lage bei den Wohnungsunternehmen mit 76,3 Punkten am ungünstigsten bewertet, obwohl gerade die Wohnungsnachfrage derzeit besonders hoch ist. Möglicherweise trüben hier insbesondere die neuen Regulierungsvorschläge, etwa zur Modernisierungsumlage, die Stimmung. Über alle Segmente hinweg und trotz der guten Lagebewertung geht immer noch eine Mehrheit von einem gleich guten oder sogar besseren Geschäftsklima für das Jahr 2016 aus. Tatsächlich ist zu erwarten, dass die anhaltend niedrigen Zinsen sowie die starke Zuwanderung auch im Jahr 2016 die Immobilienkonjunktur treiben wird.

Ansprechpartner

22. Dezember 2016

Immobilien-Index „Wir brauchen einfachere Baustandards“Arrow

Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanz- und Immobilienmärkte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erklärt im iwd-Interview, weshalb er die Baustandards in Deutschland für zu hoch hält und warum trotz steigender Preise und Mieten keine Immobilienblase droht. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 16. Dezember 2016

Michael Voigtländer Immobilien-Index: Die Zinswende bleibt ausArrow

Neue Höchstwerte bei der Geschäftslage, aber eine weitere Eintrübung bei den Erwartungen – dies sind die Kernergebnisse des IW Immobilien-Index im 4. Quartal 2016. Ein besonderes Augenmerk wurde diesmal auf die Erwartungen der Immobilienwirtschaft mit Blick auf die Zinsentwicklung gelegt. Die Marktteilnehmer gehen überwiegend von einer Zinswende erst ab 2018 aus – die große Streuung der Antworten unterstreicht aber die hohe Unsicherheit in der Branche. mehr

Immobilienwirtschaft erwartet mehr ausländische Investoren
IW-Kurzbericht, 16. September 2016

Michael Voigtländer Immobilienwirtschaft erwartet mehr ausländische InvestorenArrow

Die Geschäftslage der deutschen Immobilienwirtschaft ist weiterhin hervorragend, doch die Erwartungen trüben sich weiter ein – an eine weitere Verbesserung glauben zunehmend weniger Unternehmen. Die Stimmung hat sich insbesondere beim Handel spürbar eingetrübt. Ein Grund dafür könnte die Erwartung sein, dass als Folge des Brexits mehr ausländische Investoren in den Markt einsteigen und sich damit die Konkurrenz verschärft, was den Druck auf die Renditen weiter erhöht. mehr