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Auch in diesem Quartal verdeutlichen alle Einzelindikatoren des IW-Stimmungsindex das mittlerweile seit gut vier Jahren anhaltende Stimmungshoch der Branche. Die Erwartungen über die Preis- und Mietentwicklungen ihrer Bestände sind zwar geringfügig zurückgegangen, aber immer noch erwartet eine Mehrheit Zuwächse bei den Preisen (56 Prozent) bzw. Mieten (54 Prozent). Mit 63 Prozent (Preise) bzw. 80 Prozent (Mieten) sind besonders die Wohnungsinvestoren optimistisch bei der Wertentwicklung. Die größten Veränderungen im Vergleich zum Vorquartal haben sich bei den Einschätzungen zu den Finanzierungsbedingungen ergeben. Aktuell erwartet nun fast ein Fünftel der Investoren ungünstigere Finanzierungsbedingungen (19 Prozent). Diese Befürchtung war im ersten Quartal mit lediglich 2 Prozent kaum existent. Da nun nur 11 Prozent weiter von günstigeren Finanzierungsbedingungen ausgehen (Vorquartal: 37 Prozent), ist hier ein Stimmungsumschwung zu beobachten. Maßgeblich hierfür dürften steigende Anforderungen bei den Sicherheiten sein.

Aus dem Wohnsektor kommen erneut die stärksten Impulse. Wie die nebenstehende IW Immobilien-Konjunktur zeigt, sorgt die hohen Nachfrage nach Wohnungen in den Ballungszentren, die mittlerweile auch von der robusten hohen Zuwanderung aus dem Ausland getragen wird, für sehr gute Werte. Die nun seit dem 1. Juni 2015 eingeführte Mietpreisbremse kann die gute Stimmung noch nicht eintrüben. Die Projektentwickler profitieren weiterhin von der hohen Nachfrage nach Immobilien. Die steigenden Preise haben die Renditen insbesondere in den großen Bürostandorten geschmälert, so dass Investoren ihre Strategien diversifizieren. In der Folge ist die Nachfrage auch in B-Städten und anderen alternativen Standorten gestiegen, wovon gerade Projektentwickler profitieren. Entsprechend haben sich die Erwartungen hinsichtlich des Vorverkauf- und des Vermietungsstands ihrer Projekte verbessert.

Ansprechpartner

22. Dezember 2016

Immobilien-Index „Wir brauchen einfachere Baustandards“Arrow

Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanz- und Immobilienmärkte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erklärt im iwd-Interview, weshalb er die Baustandards in Deutschland für zu hoch hält und warum trotz steigender Preise und Mieten keine Immobilienblase droht. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 16. Dezember 2016

Michael Voigtländer Immobilien-Index: Die Zinswende bleibt ausArrow

Neue Höchstwerte bei der Geschäftslage, aber eine weitere Eintrübung bei den Erwartungen – dies sind die Kernergebnisse des IW Immobilien-Index im 4. Quartal 2016. Ein besonderes Augenmerk wurde diesmal auf die Erwartungen der Immobilienwirtschaft mit Blick auf die Zinsentwicklung gelegt. Die Marktteilnehmer gehen überwiegend von einer Zinswende erst ab 2018 aus – die große Streuung der Antworten unterstreicht aber die hohe Unsicherheit in der Branche. mehr

Immobilienwirtschaft erwartet mehr ausländische Investoren
IW-Kurzbericht, 16. September 2016

Michael Voigtländer Immobilienwirtschaft erwartet mehr ausländische InvestorenArrow

Die Geschäftslage der deutschen Immobilienwirtschaft ist weiterhin hervorragend, doch die Erwartungen trüben sich weiter ein – an eine weitere Verbesserung glauben zunehmend weniger Unternehmen. Die Stimmung hat sich insbesondere beim Handel spürbar eingetrübt. Ein Grund dafür könnte die Erwartung sein, dass als Folge des Brexits mehr ausländische Investoren in den Markt einsteigen und sich damit die Konkurrenz verschärft, was den Druck auf die Renditen weiter erhöht. mehr