Um hierauf Antworten zu erhalten, muss man ins Detail gehen. Tendenziell wird die bei der Herstellung zusätzlich verbrauchte Energie schnell durch den geringeren Verbrauch bei der Nutzung ausgeglichen. Bis sich eine Neuanschaffung auch finanziell rechnet, kann es hingegen etwas länger dauern. Wer sich aus Kostengründen für einen Ersatz entscheidet, liegt demnach häufig auch ökologisch auf der sicheren Seite, vorausgesetzt freilich, das neue Modell ist dem alten deutlich überlegen.

Dies jedenfalls ist das Ergebnis von zwei aktuellen Studien des Öko-Instituts. Eindeutig ist der Fall der Kühl- und Gefriergeräte, bei denen in den vergangenen Jahren große Energiesparpotenziale erschlossen wurden. Aus der Perspektive des Energieverbrauchs sollte ein zehn Jahre alter Kühlschrank durch ein gutes neues Modell ersetzt werden. Ein Energiespitzenreiter kann sogar seinen nur fünf Jahre alten Vorgänger gut ersetzen. Die weiteren ökologischen Aspekte werden in der Untersuchung durch die jeweiligen politischen Ziele gewichtet: Da sich beispielsweise Erderwärmung und Versauerung naturwissenschaftlich nicht gegeneinander aufrechnen lassen, werden die ökologischen Auswirkungen nach ihrem Beitrag zur Erreichung der politisch gesetzten Ziele bewertet. Dieses Vorgehen ist gewiss nicht befriedigend, scheint aber angesichts des Mangels an Alternativen gerechtfertigt. Demnach wird die Umweltbilanz für ein effizientes neues Gerät gegenüber einem nur fünf Jahre alten Vorgänger nach rund sechs Jahren positiv. Die Kosten für den Neukauf amortisieren sich jedoch erst nach ungefähr 15 Jahren.

Die zweite Studie behandelt den Zeitpunkt des optimalen Ersatzes von Waschmaschinen. Hier fallen die Ergebnisse weniger eindeutig aus, auch deshalb, weil die Anzahl der Waschvorgänge pro Zeiteinheit sehr stark zwischen den Haushalten variiert. Optimal scheint eine Lebensdauer, die ca. 5.000 Waschvorgänge umfasst, doch ist dies nur ein sehr grober Richtwert, der größere Abweichungen zulässt.

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