Ausgenommen sind Säfte, Milch, Wein, Sekt, Spirituosen und Diätgetränke sowie so genannte ökologisch vorteilhafte Einweggetränkeverpackungen (z.B. Getränkekartons oder Schlauchbeutelverpackungen). Das neue Dosenpfand bringt für die betroffenen Hersteller, den Handel und die Verbraucher einige Änderungen. Insbesondere wurden damit die Insellösungen des Handels abgeschafft. Eine Reihe von Einzelhandelsketten hatte eigene Rücknahmesysteme aufgebaut, bei denen jedoch nur die eigenen Verpackungen zurückgenommen wurden. Mit der Neuregelung können nun alle pfandpflichtigen Einwegverpackungen überall dort zurückgegeben werden, wo diese Verpackungsart verkauft wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob die zurückgegebenen Pfand-Einwegverpackungen auch tatsächlich in diesem Geschäft gekauft wurden. Das neue Pfand beträgt für alle Einweggetränkeverpackungen mit einem Füllvolumen von 0,1 bis drei Liter einheitlich 25 Cent. Es wird nicht mehr nach Herkunft und Hersteller, sondern nach Materialarten (etwa Metall, Plastik oder Glas) unterschieden. Wer pfandpflichtige Getränkedosen (z.B. Coladosen) verkauft, muss auch andere pfandpflichtige Dosen (z.B. Bierdosen) zurücknehmen. Von dieser umfassenden Rücknahme- und Pfanderstattungspflicht sind nach wie vor kleinere Geschäfte wie z.B. Kioske mit einer Verkaufsfläche von unter 200 Quadratmetern ausgenommen. Sie sind nur zur Rücknahme von Getränkeverpackungen von denjenigen Marken und Materialien verpflichtet, die sie auch selbst im Sortiment führen. Die Umsetzung der neuen Pfandregelung und die Schaffung der benötigten Infrastruktur für ein flächendeckendes Pfandsystem verlangen von den betroffenen Branchen zahlreiche organisatorische und logistische Maßnahmen. Zur Umsetzung der Neuregelungen haben die betroffenen Verbände im Juni 2005 die DPG Deutsche Pfandsystem GmbH gegründet.

www.bmu.de/files/bilder/allgemein/application/pdf/dosenpfand_faq.pdfwww.dpg-pfandsystem.de