Beschäftigungsboom in Mittelstädten Image

Bei der neusten Auswertung wurden neben den bislang betrachteten 17 Metropolen auch Mittelzentren wie Ingolstadt, Ulm oder Darmstadt miteinbezogen. Gerade diese kleineren Städte verzeichnen deutliche Zuwächse in der Bürobeschäftigung und somit auch bei der Büronachfrage. In Ingolstadt und Ulm lag der Zuwachs gegenüber dem letzten Quartal 2012 jeweils bei über 5 Prozent, in den Großstädten wie München, Hamburg und Berlin dagegen zwischen 2 und 3 Prozent. Noch deutlicher wird das Bild bei Betrachtung der letzten vier Jahre: Städte wie Fürth, Ingolstadt, Bremen oder Mülheim an der Ruhr liegen deutlich vor den etablierten Metropolen wie Frankfurt am Main oder Hamburg. Lediglich München kann mit einem Zuwachs von 15,5 Prozent mit den Spitzenreitern unter den B-Städten mithalten.

Doch auch unter den sogenannten B-Städten gibt es deutliche Unterschiede. Karlsruhe, Mainz oder auch Wiesbaden haben über den Betrachtungszeitraum Beschäftigungsverluste erfahren, obwohl alle drei Standorte als ökonomisch robust gelten. Einzelne Verlagerungen oder Insolvenzen dominierender Unternehmen können in diesen kleineren Märkten schnell die Statistik verhageln.

Bürobeschäftigung

Sozialversicherungspflichtige Bürobeschäftigte, 1. Quartal 2008 = 100

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Besonders gut hingegen haben sich die beiden ostdeutschen Zentren Leipzig und Dresden entwickelt. In beiden Standorten scheint der Bürobeschäftigtenaufbau robust zu sein, da auch die allgemeine Wirtschaftsentwicklung als dynamisch gilt. Trotz hoher Leerstände ist dort der Baubedarf noch groß, da es vor allem an modernen Flächen mangelt.

Für die nächsten 12 Monate ist insgesamt von einem weiteren Anstieg der Bürobeschäftigung in Deutschland auszugehen, allerdings mit nachlassender Dynamik. Angesichts von teilweise noch hohen Leerständen und einer wieder anziehenden Bautätigkeit ist damit auch bei den Büromieten nur von geringen Zuwächsen auszugehen.

Das IW Köln ermittelt die Bürobeschäftigung auf der Grundlage der Wirtschaftszweigklassifikationen. Betrachtet werden dabei nur die Wirtschaftszweige, bei denen überwiegend Bürobeschäftigte tätig sind. Dies sind insgesamt 23 Wirtschaftszweige (von etwa 90), zu denen unter anderem die Informationsdienstleister, das Versicherungsgewerbe, die öffentliche Verwaltung und die Finanzdienstleister zählen.

Grundsteuer
IW-Pressemitteilung, 22. September 2016

Grundsteuer Die Gebäude wegstreichenArrow

Die Länderfinanzminister wollen die Grundsteuer überarbeiten und Millionen Grundstücke neu bewerten lassen. Doch ihr Reform-Vorschlag ist zu kompliziert, zu aufwendig und könnte Neubauten verhindern, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die ideale Lösung wäre ganz einfach: Die Grundsteuer als reine Bodensteuer. mehr

15. September 2016

Grundsteuer Reine Bodensteuer statt GrundsteuerArrow

Die Mehrheit der Länderfinanzminister ist sich einig: Die Grundsteuer muss reformiert werden. Doch der vorliegende Kompromiss ist zu teuer und zu bürokratisch, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Dabei wäre die Lösung so einfach. mehr auf iwd.de

Eine Bodensteuer wäre besser
IW-Kurzbericht, 12. September 2016

Ralph Henger / Thilo Schaefer Grundsteuerreform: Eine Bodensteuer wäre besserArrow

Die Finanzminister der Länder wollen auch künftig die Grundsteuer am Wert von Grund und Boden einschließlich der Gebäude bemessen. Doch dafür müssen die zuständigen Behörden den aktuellen Wert der Gebäude aufwendig neu ermitteln. Dabei ließe sich die Grundsteuer viel einfacher reformieren – und würde nebenbei dringend benötigte Investitionen in neue und bestehende Gebäude fördern. mehr